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Potsdam Geschäftsführer weist Untreue-Vorwurf zurück
Lokales Potsdam Geschäftsführer weist Untreue-Vorwurf zurück
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09:56 09.06.2016
Wer wusste was bei der Step? Quelle: Joachim Liebe
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Potsdam, Anwältin kann Berichte nicht nachvollziehen

Der in der Stadtwerke-Affäre suspendierte EWP-Geschäftsführer Holger Neumann hält die gegen ihn erhobenen Untreuevorwürfe für haltlos. „Eine Untreuestrafbarkeit ist für mich nicht erkennbar“, ließ er seine Potsdamer Anwältin Heide Sandkuhl am Mittwoch gegenüber der MAZ erklären.

Die im Auftrag der Stadtwerke gefertigten Prüfberichte zweier Berliner Anwaltskanzleien, die den Geschäftsführer der Energie- und Wasser (EWP) und Ex-Chef der Stadtentsorgung (Step) schwer belasten, lägen ihr noch immer nicht vor, so Sandkuhl, die schon 2012 den früheren Stadtwerke-Chef Peter Paffhausen gegen Untreuevorwürfe verteidigt hatte. Sie habe sie am Montag bei der Vorsitzenden der Aufsichtsräte von Step und EWP, der Sozialbeigeordneten Elona Müller-Preinesberger (parteilos), angefordert. „Nach dem, was ich zu den Berichten bislang gehört habe, sind diese inhaltlich widersprüchlich und nicht nachvollziehbar“, so Sandkuhl.

Auffällig ist, dass in dem Bericht gleichzeitig eine strafbare Handlung Neumanns für sehr wahrscheinlich erklärt wird, gleichzeitig aber der Stadt davon abgeraten wird, einen Prozess zu führen – wegen des zu erwartenden Medieninteresses und eines Imageschadens für das Unternehmen.

Die treibende Kraft

Bemerkenswert ist auch die ungleiche Bewertung der Rollen Neumanns und des gekündigten Step-Geschäftsführers Enrico Munder. Beide sollen auf eigene Faust das Gehalt einer Prokuristin über Jahre hinweg exorbitant erhöht haben. Munder ist schon seit 2004 Step-Geschäftsführer. Neumann wurde ihm erst von 2009 bis Mai 2015 zur Seite gestellt. Trotzdem soll er laut Prüfbericht die treibende Kraft gewesen sein, während Munder nur „fahrlässige Pflichtverletzung“ vorgeworfen wird.

Anwalt rät von Kündigung ab

Die Stadt plant kein härteres Vorgehen gegen den bei vollen Bezügen freigestellten Neumann. Der beratende Anwalt habe erklärt, dass eine Kündigung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hätte, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow am Mittwoch. Allerdings hat Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) jetzt die Innenrevision der Stadtwerke angewiesen, die Gutachten der Anwälte und andere Akten der Staatsanwaltschaft zur Verfügung zu stellen. Die prüft, ob sie von Amts wegen gegen Neumann ermittelt.

Das Ende fehlte

Wie aus Rathauskreisen verlautete, soll der Stadt bis Anfang dieser Woche nicht der komplette Zwischenprüfbericht vorgelegen haben. Offenbar kursierten zwei Versionen. Die entscheidenden Passagen zu Holger Neumann sollen in der Variante, die die Stadt zunächst hatte, gefehlt haben. Sie stehen überwiegend am Ende des 33-seitigen, ersten Teil des Dokuments, das der MAZ vorliegt.

Die Sachlage sei „etwas verwirrend“, so der Fraktionschef von CDU/ANW, Matthias Finken. Womöglich kämen da jetzt „Altlasten“ hoch, so Finken. Dennoch fühle er sich vom Oberbürgermeister ordentlich informiert. Die Fraktionschef waren am 9. Mai von Jakobs über den Fall in Kenntnis gesetzt worden. Der hatte die Informationen von Müller-Preinesberger, die seit 12. April im Bilde war.

Von Marion Kaufmann

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