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Potsdam Gestaltungsrat tagt nicht mehr öffentlich
Lokales Potsdam Gestaltungsrat tagt nicht mehr öffentlich
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11:06 04.10.2016
Der Gestaltungsrat auf seiner ersten Sitzung 2010 (v.l.): Martin Reichert, Regina Poly, Michael Bräuer, Mara Pinardi, Christian Rapp und die Vorsitzende Ulla Luther. Quelle: Jan Bosschaart
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Potsdam

Der Gestaltungsrat kommt am Dienstag, 4. Oktober, in einer Podiumsdiskussion zum sechsjährigen Bestehen des Expertengremiums voraussichtlich zum letzten Mal öffentlich zusammen. Gegründet wurde der Rat vor sechs Jahren zur Diskussion und Beurteilung aller Bauvorhaben in Potsdam, „die aufgrund ihrer Größenordnung und besonderen Bedeutung für das Stadtbild prägend in Erscheinung treten“. Nach einem Antrag der Bauverwaltung zur Änderung der Geschäftsordnung, der demnächst den Bau- und den Hauptausschuss beschäftigt, sollen die Sitzungen künftig „in der Regel nicht-öffentlich“ stattfinden.

Begründet wird das mit der Feststellung, dass das „anfänglich große öffentliche Interesse an den Beratungen von Projekten erheblich rückläufig“ sei. Damit habe auch die „öffentliche Wahrnehmung von baukulturellen Diskussionen zu Fragen der architektonischen Qualität deutlich abgenommen“. Nach Einschätzung der Bauverwaltung beschränkte sich die Wahrnehmung statt dessen „zunehmend auf die kritische Bewertung von vorgestellten Projekten; positive Ergebnisse einer kritisch-konstruktiven Beratung“ seien „hingegen in den Hintergrund gerückt“. Das habe zu einer abnehmenden Akzeptanz bei Entwicklern, Bauherren und Architekten geführt.

Kritik gab es in letzter Zeit unter anderem an Bauvorhaben Am Stern und in der Waldstadt. Doch auch in früheren Jahren gab es immer wieder mahnende Worte.

Der Gestaltungsrat tagt zweimonatlich und hat am 4. Oktober seine 39. Sitzung. Voraussetzung für die Diskussion von Bauvorhaben war von Anfang an die Zustimmung durch die Bauherren. Ebenso stand es Bauherren und Architekten schon nach der alten Geschäftsordnung frei, eine nicht öffentliche Behandlung ihrer Vorhaben zu verlangen. Das soll nun zur Regel werden. Ersatzweise soll der Gestaltungsrat künftig nachträglich in öffentlichen Veranstaltungen über die erörterten Projekte informieren.

Der Gestaltungsrat tagt am 4. Oktober um 19 Uhr im Raum 280a des Rathauses zum letzten Mal öffentlich. Um 20 Uhr folgt ein Resümee der vergangenen sechs Jahre in Form einer Podiumsdiskussion.

Von Volker Oelschläger

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