Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Gestaltungsrat tagt nicht mehr öffentlich

Stadtplanung in Potsdam Gestaltungsrat tagt nicht mehr öffentlich

Der Potsdamer Gestaltungsrat, der in den vergangenen sechs Jahren in der Regel alle zwei Monate in öffentlicher Sitzung über wichtige Bauvorhaben in der Landeshauptstadt Potsdam beraten hat, soll künftig hinter verschlossener Tür tagen. Die Bauverwaltung begründet das mit nachlassendem öffentlichen Interesse und einer immer kritischeren Berichterstattung.

Voriger Artikel
Schluss mit Gerüchten und Halbwahrheiten
Nächster Artikel
Filmmuseum mit neuer Internetseite

Der Gestaltungsrat auf seiner ersten Sitzung 2010 (v.l.): Martin Reichert, Regina Poly, Michael Bräuer, Mara Pinardi, Christian Rapp und die Vorsitzende Ulla Luther.

Quelle: Jan Bosschaart

Potsdam. Der Gestaltungsrat kommt am Dienstag, 4. Oktober, in einer Podiumsdiskussion zum sechsjährigen Bestehen des Expertengremiums voraussichtlich zum letzten Mal öffentlich zusammen. Gegründet wurde der Rat vor sechs Jahren zur Diskussion und Beurteilung aller Bauvorhaben in Potsdam, „die aufgrund ihrer Größenordnung und besonderen Bedeutung für das Stadtbild prägend in Erscheinung treten“. Nach einem Antrag der Bauverwaltung zur Änderung der Geschäftsordnung, der demnächst den Bau- und den Hauptausschuss beschäftigt, sollen die Sitzungen künftig „in der Regel nicht-öffentlich“ stattfinden.

Begründet wird das mit der Feststellung, dass das „anfänglich große öffentliche Interesse an den Beratungen von Projekten erheblich rückläufig“ sei. Damit habe auch die „öffentliche Wahrnehmung von baukulturellen Diskussionen zu Fragen der architektonischen Qualität deutlich abgenommen“. Nach Einschätzung der Bauverwaltung beschränkte sich die Wahrnehmung statt dessen „zunehmend auf die kritische Bewertung von vorgestellten Projekten; positive Ergebnisse einer kritisch-konstruktiven Beratung“ seien „hingegen in den Hintergrund gerückt“. Das habe zu einer abnehmenden Akzeptanz bei Entwicklern, Bauherren und Architekten geführt.

Kritik gab es in letzter Zeit unter anderem an Bauvorhaben Am Stern und in der Waldstadt. Doch auch in früheren Jahren gab es immer wieder mahnende Worte.

Der Gestaltungsrat tagt zweimonatlich und hat am 4. Oktober seine 39. Sitzung. Voraussetzung für die Diskussion von Bauvorhaben war von Anfang an die Zustimmung durch die Bauherren. Ebenso stand es Bauherren und Architekten schon nach der alten Geschäftsordnung frei, eine nicht öffentliche Behandlung ihrer Vorhaben zu verlangen. Das soll nun zur Regel werden. Ersatzweise soll der Gestaltungsrat künftig nachträglich in öffentlichen Veranstaltungen über die erörterten Projekte informieren.

Der Gestaltungsrat tagt am 4. Oktober um 19 Uhr im Raum 280a des Rathauses zum letzten Mal öffentlich. Um 20 Uhr folgt ein Resümee der vergangenen sechs Jahre in Form einer Podiumsdiskussion.

Von Volker Oelschläger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg