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Potsdam Gestatten, Sternhagelvoll in Potsdam
Lokales Potsdam Gestatten, Sternhagelvoll in Potsdam
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06:50 22.03.2018
“Sternhagelvoll feiert Premiere im Obelisk. Quelle: Christin Iffert
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Potsdam

Wer könnte diese durchgeknallte Welt besser erklären, als die Kabarettisten im Potsdamer Obelisk? Die sollen in ihrem Stück „Sternhagelvoll – Wenn Mister Spock die Ohren spitzt“ den Außerirdischen Ratschläge fürs Leben geben – und Informationen über irdische Konflikte. Zwischen Politik, Sex, Schnaps, Rock’n’Roll und der Zwischenmenschlichkeit in der Gesellschaft laufen Schauspieler Gretel Schulze, Andreas Zieger und das neue Mitglied des Kabaretts, Isabelle Liere, auf pointierte und satirische Hochform für die Reise ins All auf. Premiere feiert das Programm am Samstag um 19.30 Uhr.

Helmut Fensch ist Regisseur beim neuen Stück im Kabarett. Quelle: Christin Iffert

Gut ein halbes Jahr haben die Vorbereitungen gebraucht. Andreas Ziegler schrieb gemeinsam mit Co-Autor Tobias Saalfeld das Buch zum Stück. Doch im Kabarett ist nichts beständig. Manchmal ändere sich noch in der letzten Probe etwas, sagt Helmut Fensch. Passiert etwas Wichtiges in der Welt, muss schnell reagiert werden. Zum Beispiel wurde zuletzt das Programm um die Große Koalition um Kanzlerin Merkel angereichert. Fensch hat bei „Sternhagelvoll“ die Regie übernommen. Im Obelisk ist er so etwas wie ein Urgestein. 1992 begann er als Dramaturg, wurde Autor, später zudem Regisseur und Schauspieler. Jeder macht alles. „Dadurch gibt es immer wieder eine neue Dynamik“, sagt er.

Das Leben auf eine Pointe reduzieren

Künstler wie Fensch wollen die Menschen zum Lachen bringen, nicht belehren. Das Kabarett ist für ihn eine theatralische Form, sich mit der Gesellschaft auseinander zu setzen. Inspiration zieht er aus dem Leben, das so vielfältig sei, sagt er. Und manchmal Realsatire. „In der Auseinandersetzung mit dem Leben brechen wir Prozesse auf eine Pointe mit leicht künstlerisch-anarchischem Touch herunter.“ Das sei das Schwierigste am Job.

Isabelle Liere gibt mit „Sternhagelvoll“ am Samstag ihr Debüt auf der Kabarett-Bühne im Potsdamer Obelisk. Quelle: Christin Iffert

Ein Stück wie „Sternhagelvoll“ ist in erster Linie Teamarbeit. Jeder Künstler im Potsdamer Satire-Theater bringt sich ein. 40 Jahre Bestehen feiert das Haus in diesem Jahr. Die Besetzung ist längst ein eingespieltes Team. „Natürlich muss man darauf achten, dass es über so viele Jahre keine Routine wird“, sagt der 66-Jährige. Wohl deshalb findet er die neue Konstellation erfrischend, denn mit der 32-jährigen Isabelle Liere gibt am Samstag auf der Obelisk-Bühne eine junge Schauspielerin ihr Debüt. Dadurch ergebe sich ein Spannungsfeld zwischen den Generationen, das im Stück aufgegriffen wird.

Musik ist das Markenzeichen des Obelisk

Und sie dürfen mitgrooven. Musik ist ein Markenzeichen am Obelisk. Also wird in „Sternhagelvoll“ getrommelt, auf Triangel und Tasten eingeschlagen, dazu gesungen und gerappt über Politik zur Melodie von Rio Reisers „König von Deutschland“.

Wenn nun das Kabarett so nah am echten Leben ist, kann man da nach der Arbeit abschalten? „Man muss“, sagt Helmut Fensch. Auch wenn er sich in seiner Freizeit mit dem Weltgeschehen auseinandersetzt. Denn die nächste Pointe kommt bestimmt.

Von Christin Iffert

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