Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Was Yoga und Tierwelt gemeinsam haben
Lokales Potsdam Was Yoga und Tierwelt gemeinsam haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:10 28.04.2018
Neun Leserinnen probierten sich im Zuge der MAZ-Gesundheitswochen im Yoga. Quelle: Christel Köster
Anzeige
Potsdam

Allmählich öffnen die Frauen die Augen, schauen sich in dem Saal um, legen die Hände vor dem Herzen aneinander und verneigen sich – vor sich und ihrem Körper für diese Yogastunde, Namaste. So schnell können 60 Minuten vorbei sein.

Neun Leserinnen konnten innerhalb der „Fit&Gesund“-Wochen mit der MAZ eine Yogastunde testen. Das Publikum ist gemischt, eine junge Studentin und eine Frau Ende 20 zwischen Frauen im besten Alter, die in bequemen Baumwollhosen auf den Matten in einem prächtigen Saal des Palais Lichtenau sitzen.

Die Yoga-Schnupperstunde fand im Saal des Palais Lichtenau statt. Quelle: Christel Köster

Es gibt viele verschiedene Stile beim Yoga

„Wer von euch hat denn schon mal Yoga gemacht“, fragt Lehrerin Anna Rischke die Frauen im Saal. Etwas verhalten gehen ein paar Hände hoch – hier und da haben sie es schon mal getestet, ist aber schon eine Weile her.

Im Fitnessstudio oder ganz früher mal, wie Katrin Granzlow. „Hot Yoga, bei 36 Grad“, sagt sie. Jetzt möchte sie mal einen anderen Stil ausprobieren.

Anna Rischke und Sandra Lange (r.) unterrichten „Happy Yoga“ in Potsdam. Quelle: Privat

Von Hot Yoga erzählt auch Lehrerin Anna, als sie die verschiedenen Stile des Yoga aufzählt. Anna und ihre Partnerin Sandra Lange praktizieren den Vinyasa Flow, einen dynamischen Yogastil, bei dem frau auch schon mal ins Schwitzen kommt.

„Oh“, ertönt es da nur von der Seite. „Keine Sorge“, beruhigt Anna, „wir fangen langsam an“ – mit einer Atemübung.

Der Vinyasa Flow

Sandra Lange und Anna Rischke unterrichten bei „Happy Yoga“ den sogenannten Vinyasa Flow an, einen dynamischen Stil.

Die Übungen dienen der Kräftigung, Flexibilität und Entspannung.

Es gibt für jedes Level Modifikationen.

Das Studio ist seit dem 1. März in der Mittelstraße 12, 14467 Potsdam.

Das nächste offene Yoga-Event findet am Dienstag, 1. Mai, auf dem Luisenplatz statt.

Mehr Infos unter www.happy-yoga.me.

Die Teilnehmerinnen liegen flach ausgestreckt auf ihren Matten und sollen ruhig durch die Nase ein- und ausatmen. Mit den Händen auf den Bauch sollen die Frauen bewusst die Bauchdecke heben und von da in den Brustkorb atmen.

Fließende Bewegungen sind das A und O beim Yoga. Quelle: Christel Köster

Während sich draußen die Autos mühsam durch den Feierabendverkehr schieben, sind die Frauen im Saal ganz bei sich: Sie achten nicht mehr auf die anderen – so soll es sein.

Die To-Do-Liste einfach mal vergessen

Das Ziel des Yoga ist es, den Geist ruhig werden zu lassen. Denn wenn man sich konzentriert, vergisst man auch seine „To-Do-Liste“, sagt Anna mit sanfter Stimme. Wenn Sandra umhergeht und die Haltung korrigiert, erklärt sie später weiter, sollen die Teilnehmerinnen das nicht falsch verstehen. Sie sollen es als Geschenk betrachten.

Fast alle Leserinnen, die zur Schnupperstunde kamen, hatten keine Yoga-Erfahrungen. Quelle: Christel Köster

Auf die Atemübung folgt die Mobilisation. Klimpernde Musik setzt ein, beschwingt heben die Frauen die Arme über die Köpfe und für einen Moment könnte man meinen, man stünde irgendwo barfuß auf einer grünen Wiese. Yoga wird mit nackten Füßen praktiziert.

Katzenbuckel, Kobra, herabschauender Hunde

Passend zur Natur geht es für die angehenden Yogis in den Katzenbuckel und von da in den herabschauenden Hund. Dass die Positionen Tiernamen haben, kommt daher, dass Tiere gewisse Haltungen instinktiv annehmen, um eine wohltuende Wirkung zu erzielen – eben wie der Hund am Morgen, der sich streckt.

Im Sonnengruß lernen die Frauen dann die nächste Tierfigur und auch den ersten Flow kennen. Aus dem Stand schlängeln sich die Frauen immer tiefer – ins Brett, in die Kobra, in den herabschauenden Hund – und wieder in den Stand.

Da rollt auch schon eine kleine Schweißperle. Bei den folgenden Balanceübungen wird es dann noch ein wenig anspruchsvoller. Während das Gewicht auf ein Bein verlagert wird, senkt sich der Oberkörper in einem 90-Gradwinkel ab und der andere Fuß zeigt gerade nach hinten. Eine wackelige Angelegenheit.

Die Yoga-Schnupperstunde fand im Saal des Palais Lichtenau statt. Quelle: Privat

Aber wie die Zeit vergeht. Kurz darauf steht schon das Ende der Übungsstunde an, und mit ihr der wohl angenehmste Part: die Entspannung. In Decken eingewickelt liegen die Damen auf ihren dünnen Yogamatten und lauschen der Musik. Ganz ruhig sollen die Teilnehmerinnen daliegen.

Entspannen ist manchmal am schwierigsten

„Für einige ist dies der schwierigste Part“, sagt Anna. „Liegen ohne sich überhaupt zu bewegen“. Mit einem nach Lavendel duftenden Augenkissen liegen die Frauen verteilt in dem Saal und genießen die letzten Minuten. Die Schwere des Augenkissens überträgt sich allmählich auf den Körper und immer mehr sinkt man in die Matte.

Lehrerin Sandra Lange korrigiert die Haltung. Quelle: Christel Köster

Sandra geht herum und drückt sanft die Schultern der einzelnen Frauen noch ein Stück weiter Richtung Boden. Erstaunlich, wie geerdet man sich in diesem Moment fühlt.

Das Fazit der MAZ-Leserinnen

Katrin Granzlow ist von der Stunde begeistert. Die 44-Jährige strahlt Zufriedenheit aus. Besonders gefallen hat ihr die An-und Entspannung. „Die Abwechslung ist gut“, sagt sie. Gut fand sie auch, dass jemand dabei war, der die Haltung korrigiert hat. „Wenn man das alleine macht, weiß man ja nicht immer, ob das richtig ist“.

Studentin Annalena Thimm dagegen hätte sich einen intensiveren, sportlicheren Ansatz gewünscht. Im Fitnessstudio war der Ansatz eben ein anderer. „Aber“, rät Anna, „nicht aufgeben, den passenden Stil zu suchen“. Es kann schon mal sein, dass der Stil oder der Lehrer nicht zu einem passt – dafür gibt es ja noch so viele weitere.

Die 19-Jährige Thimm freut sich aber dennoch, die Stunde mitgemacht zu haben. „Im Vergleich mit dieser Stunde hier, waren die anderen nicht so gut“, sagt sie rückblendend.

> Hier finden Sie alles zu den MAZ-Gesundheitswochen „Fit&Gesund“

Von Lisa Neumann

Feuererziehung ab dem 3. Lebensjahr? Die angehenden Erzieher und die Lehrer am Oberstufenzentrum Johanna Just in Potsdam sind da unterschiedlicher Meinung. Jetzt lassen sie sich dazu weiterbilden. Ihr Dozent ist ein Mann, der seit den 1980er Jahren hauptberuflich mit Feuer spielt.

14.03.2018

Potsdamer, die schon immer auf den Brettern, die die Welt bedeuten stehen wollten, müssen sich beeilen. Auch Existenzgründer sollten sich sputen. Entspannung pur gibt es heute dagegen für alle Frauen. Zudem gibt es heute recht spannende Veranstaltungen – nicht nur im Rathaus.

13.03.2018

Die Frau überquerte einen Fußgängerüberweg in der Galileistraße, als es zum Unfall mit dem Bus kam. Dabei geriet die Fußgängerin unter den mit 20 Fahrgästen besetzten Bus geriet Die Frau unter den Bus.

12.03.2018
Anzeige