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Gewalt-Vorwürfe: Potsdamer Schule wehrt sich

Gewalt auf dem Pausenhof? Gewalt-Vorwürfe: Potsdamer Schule wehrt sich

Ein Pausenhofstreit an der Fontane-Oberschule in der Waldstadt schlug im April hohe Welle. Eine Mutter machte den Vorfall auch via Facebook publik. Die Polizei ermittelt. Nun wehrt sich die Schulleitung in einem Brief ans Ministerium gegen den Vorwurf, Lehrer hätten ihre Aufsichtspflicht verletzt.

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Die Fontane-Oberschule hat knapp 400 Schüler.

Quelle: Foto: Christel Köster

Waldstadt. Die Theodor-Fontane-Oberschule in der Waldstadt wehrt sich gegen den Vorwurf, Lehrer seien bei einer Pausenhofprügelei im April nicht eingeschritten. „Ein einfaches Fangenspiel entwickelte sich zu einem folgenschweren Konflikt“, erklärt die Schulleitung nun in einem Schreiben an das Bildungsministerium, das der MAZ vorliegt. Die drei aufsichtführenden Lehrkräfte hätten sich sofort nach Bekanntwerden des Sachverhalts gekümmert. „Die öffentlich formulierte Anschuldigung der unterlassenen Aufsichtspflicht ist falsch!“, heißt es. Die Geschehnisse seien bei Facebook einseitig und teils falsch dargestellt worden.

Wie berichtet, hatte eine Mutter auch in dem sozialen Netzwerk anonymisiert einen mutmaßlichen Vorfall vom 26. April geschildert. Ihre Tochter (10) sei von einem gleichaltrigen Mitschüler auf dem Pausenhof unsittlich berührt worden. Ein Junge, der dem Mädchen helfen wollte, sei von anderen Kindern verprügelt und gegen den Kopf getreten worden. Lehrer hätten nichts unternommen, als Kinder sie über den Vorfall in Kenntnis setzten – deshalb habe sie die Polizei eingeschaltet.

Den Kindern gehe es gut, sagt die Schule

Aus Sicht der Schule wurde alles unternommen, um den Vorfall aufzuarbeiten. Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen seien nach Anhörung aller beteiligten Schüler und deren Eltern eingeleitet worden. Ein gemeinsamer Wandertag zur Aufarbeitung der Konflikte in den beiden Klassen sei geplant, gegenseitige Entschuldigungen der Schüler hätten stattgefunden. „Allen betroffenen Kindern geht es gut!“, schreibt die Schulleitung.

Die Mutter sieht das anders. „Die Situation ist nach wie vor schwierig“, sagte sie am Donnerstag der MAZ. Es habe ein Gespräch mit der Schulleitung stattgefunden, aber Konsequenzen für die Schüler habe das bislang nicht gehabt. Vielmehr sei sie von der Mutter des Jungen, der ihre Tochter belästigt habe, wegen Verleumdung angezeigt worden; sie habe einen „Shitstorm“ ausgelöst, so der Vorwurf. Kommende Woche ist ein zweites Gespräch mit der Schule geplant.

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen

Auch für die Polizei ist der Fall nicht abgeschlossen. „Die Ermittlungen dauern an“, teilte Sprecherin Jana Birnbaum am Donnerstag mit. Weil die Beteiligten minderjährig sind, nennt die Polizei keine weiteren Details. Es wird aber auch geprüft, ob Erwachsene Sorgfaltspflichten verletzt haben.

Von Marion Kaufmann

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