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Gezerre ums Strandbad Babelsberg

Land bekräftigt Rekonstruktionskurs der Schlösserstiftung Gezerre ums Strandbad Babelsberg

Das Land hält an der Idee eines Grundstückstausches zur Rekonstruktion historischer Anlagen im Park Babelsberg fest: Das beliebte Strandbad mit Block auf Potsdam soll Richtung Humboldtbrücke auf das Gelände des Seesportclubs weichen. Dessen Zukunft ist weiter unklar: Bei der Frage nach einem Ersatzgrundstück verweist das Land auf die Stadt.

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Das Land hält daran fest, dass das Strandbad Babelsberg Richtung Humboldtbrücke versetzt wird.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Das Land hält an Plänen zu einer „Teilverlagerung des Strandbades Babelsberg auf das Gelände des Seesportclubs“ fest. Auf eine kleine Anfrage der Abgeordneten Klara Geywitz (SPD) erklärte die Landesregierung: „Ja, die Pläne werden weiterverfolgt.“ Eine Verlängerung des bis zum 31. Dezember 2017 gültigen Pachtvertrages der Schlösserstiftung mit dem Seesportclub hingegen wird vom Land ausgeschlossen.

In der Antwort verweist die Regierung auf den Auftrag der Schlösserstiftung, die „ihr übertragenen Kulturgüter zu bewahren, unter Berücksichtigung historischer, kunst- und gartenhistorischer und denkmalpflegerischer Belange zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“. Dieser Auftrag treffe „auch auf die Liegenschaft der Seesportanlage zu, so dass eine Verlängerung des Pachtvertrages wegen der anstehenden Wiederherstellung der Anlage nicht in Frage kommt“.

Wie berichtet, hatten Stadt und Stiftung 2009 einen Grundstückstausch vereinbart, nach dem das Bad auf das Seesportgelände wechselt, um Platz für die Rekonstruktion historischer Parkanlagen zu schaffen. Dabei geht es vor allem um die Rekonstruktion eines „Drive“ genannten Wanderweges. Für die Schlösserstiftung wäre das Manöver den Angaben zufolge mit Gesamtkosten in Höhe von 347 000 Euro verbunden.

Bei den für das Strandbad zuständigen Stadtwerken war am Donnerstag keine Information über aktuelle Zeitpläne zu bekommen. Nach früheren Angaben des Rathauses wurden die Gespräche „nicht fortgeführt“.

In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung bestätigte eine Mehrheit einen von CDU und den Anderen ergänzten Antrag der Linken für Verhandlungen von Stadt und Stiftung zum Erhalt des Seesportclubs am Park Babelsberg. Geprüft werden soll auch eine Zusammenlegung von Strandbad und Seesportclub (MAZ berichtete).

Bei der Suche nach einem Ersatzgrundstück für die Seesportler verweist das Land auf die Stadt, die „über eine zur Verfügung zu stellende Ersatzsportfläche zu entscheiden“ habe. Auf Anfrage des Linken-Kreisvorsitzenden Sascha Krämer zum Seesportclub hatte die Stadt allerdings schon mitgeteilt: „Derzeit konnte kein alternatives Grundstück bzw. andere Lösungen gefunden werden.“

Von Volker Oelschläger

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