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Potsdam Giftköder bedrohen Potsdams Tiere
Lokales Potsdam Giftköder bedrohen Potsdams Tiere
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13:43 08.10.2013
Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

„Die Tiere sind innerlich verblutet“, beschrieben Michael Breuer und Christoph Wolf vom Vorstand des Vereins am Mittwoch das qualvolle Sterben der Vierbeiner.

Über soziale Netzwerke und elektronische Medien haben sich die Giftköder-Funde wie ein Lauffeuer in Potsdam herumgesprochen. „Mit unserer ersten Meldung via Facebook haben wir 30.000 Menschen erreicht“, so Christoph Wolf.

Auf einer Karte wurden die bisherigen Fundorte der Giftköder verzeichnet: Ricarda-Huch-Straße im Kirchsteigfeld; Kiefernweg in der Waldstadt; Edisonallee im Zentrum Ost; der Bisamkiez am Schlaatz; das Waldstück am Stern hinter dem Finanzamt und in Babelsberg die Rudolf-Breitscheid-Straße.

Über die Motive der Giftausleger lässt sich nur spekulieren. „Wir gehen davon aus, dass es sich um regelrechte Hundehasser handelt, die sich darüber ärgern, dass Hundesbesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht wegräumen“, so Breuer und Wolf. Das Vorgehen ist perfide: Entweder streuen die Hundehasser pures Rattengift aus, oder sie verpacken das tödliche Pulver in sogenannte Hundebuletten.

Was können Hundebesitzer tun, damit ihr Liebling nicht einem solchen Giftanschlag zum Opfer fällt? „Am sichersten ist es, den Hund so zu trainieren, dass er draußen auf der Straße nichts frisst“, sagen die Experten von der Tierrettung. Wenn es aber doch passiert und Vergiftungserscheinungen sichtbar werden, helfe nur der sofortige Weg in die Tierklinik. Für einen Schäferhund-Mischling kam dort vor wenigen Tagen aber jede Hilfe zu spät. Er hatte das ausgelegte Rattengift gefressen. „Wir haben den Hund dann zwar auf schnellstem Weg in die Tierklinik gebracht, die Ärzte konnten aber nichts mehr für ihn tun“, erzählen Breuer und Wolf. „Wir appellieren an die Hundebesitzer, in den kommenden Tagen wachsam zu sein.“

Wer Giftköder findet, sollte dies dem Verein Tierrettung melden unter 0331/23 18 48 18. Facebook-Nutzer erfahren mehr unter facebook.com/TierrettungPotsdam.

Von Jürgen Stich

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