Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Giftmord-Prozess: Staatsanwalt spricht von Heimtücke
Lokales Potsdam Giftmord-Prozess: Staatsanwalt spricht von Heimtücke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 13.10.2017
Der Angeklagte sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft. Er wurde in Handschellen in den Saal geführt. Quelle: Ralf Hirschberger
Anzeige
Potsdam

Beim Auftakt am Potsdamer Landgericht im Prozess gegen einen 37-Jährigen, der seinen anderthalbjährigen Ziehsohn vergiftet haben soll, kam es am Dienstagmorgen lediglich zur Verlesung der Anklage. Die Verhandlung endete nach wenigen Minuten jäh, nachdem der Verteidiger des Angeklagten die Zusammensetzung der Strafkammer als vorschriftswidrig rügte. Der Vorsitzende Richter Theodor Horstkötter unterbrach daraufhin die Verhandlung, Gericht und Staatsanwaltschaft beraten nun über den Antrag der Verteidigung. Der Prozess wird am Donnerstag, 19. Oktober, fortgesetzt.

Wie berichtet, soll der Angeklagte im März 2014 den eineinhalbjährigen Sohn seiner damaligen Lebensgefährtin mit einem Medikamentencocktail vergiftet haben, um selbst ruhig schlafen zu können. Er habe die Tabletten – drei verschiedene verschreibungspflichtige Schmerz- und Schlafmittel – in süßen Tee und Babybrei gerührt, um deren bitteren Geschmack zu überdecken, so Staatsanwalt Peter Petersen: „Er wusste, dass die Mittel für Kleinkinder gänzlich ungeeignet sind und tödlich Folgen haben.“ Laut Petersen handelte der Angeklagte heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen. Die Anklage lautet auf Mord.

Von Nadine Fabian

Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen, hat Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt gesagt. In Potsdam gilt: Wer Visionen hat, der sollte heute in den Schlaatz kommen. Visionen werden auch in den Mosaikwerkstätten und bei der Schlösserstiftung groß geschrieben, immerhin ackern sie emsig am Polarkreis des Weinbaus – sprich: am Klausberg. Heute beginnt dort die Rotweinlese.

10.10.2017
Potsdam Ausbildungspreis für Potsdamer Baudenkmalpfleger Roland Schulze - Lernen bei den Besten

Die Lehre in der Baudenkmalpflege von Roland Schulze beginnt mit einer Schultüte. In den meisten Fällen endet sie mit einem festen Arbeitsplatz. Zwischendrin gibt’s das Rüstzeug fürs Handwerk und fürs Leben. Für sein Engagement und den hohen Anspruch erhielt Schulze jetzt den Brandenburgischen Ausbildungspreis. Es heißt, einen würdigeren Preisträger könne man sich kaum wünschen.

10.10.2017
Potsdam Innerkirchliche Debatte um Garnisonkirche in Potsdam - Rugenstein kontert Offenen Brief von Hüneke

In einem Offenen Brief hat sich Kunsthistorikerin Saskia Hüneke an Hildegard Rugenstein, eine Kritikerin des Wiederaufbaus der Potsdamer Garnisonkirche, gewandt. Nun antwortet die Pastorin der Französisch-Reformierten Gemeinde.

10.10.2017
Anzeige