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Potsdam Giftmord an Kleinkind: Lebenslange Haft gefordert
Lokales Potsdam Giftmord an Kleinkind: Lebenslange Haft gefordert
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14:40 27.04.2018
Der Prozess wird am Potsdamer Landgericht verhandelt. Am 4. Mai soll das Urteil fallen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Im Prozess um den Giftmord an einem eineinhalb Jahre alten Kind soll am 4. Mai das Urteil verkündet werden. Das teilte das Landgericht Potsdam am Freitag mit. In ihrem Plädoyer hatte die Staatsanwaltschaft demnach für den 37 Jahre alten Angeklagten Ricardo H. lebenslange Haftstrafe gefordert. Auch solle die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Zuvor hatten die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ berichtet.

Am Sperberhorst soll sich das Drama 2014 zugetragen haben. Quelle: Archiv/Joachim Liebe

Der Potsdamer soll den eineinhalbjährigen Sohn seiner damaligen Lebensgefährtin im März 2014 mit einem tödlichen Medikamentencocktail vorsätzlich vergiftet haben. Er habe Ruhe vor dem schreienden Kind haben wollen, hieß es.

Verteidigung plädiert auf Freispruch

Die Mutter, die als Nebenklägerin im Prozess auftritt, forderte ebenfalls die Höchststrafe, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Schon einmal hatten Staatsanwaltschaft und Mutter vor dem Potsdamer Gericht die Höchststrafe beantragt. Doch wegen dem überraschenden Tod eines Schöffen im Dezember 2017 musste der Fall neu aufgerollt werden.

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Von MAZonline/dpa

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