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Glasschacht für den Problemlift

Aufzugsposse in Potsdam Glasschacht für den Problemlift

50 000 Euro hat er gekostet. Doch seit der Inbetriebnahme im Juni stand der fragile Lift an der Alten Fahrt mehr, als er fuhr. Rollstuhlfahrer, Senioren mit Rollatoren, Mütter mit Kinderwagen haben das Nachsehen, wenn sie auf Potsdams neue Bummelpromenade wollten. Die Stadt sinnt auf Abhilfe. Vorzugsvariante: Nachrüstung mit einem Schacht aus Stahl und Glas.

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Der Lift führt vom Otto-Braun-Platz hinunter zur Uferpromenade.

Quelle: Volker Oelschläger

Potsdam. Die Stadt prüft eine Nachrüstung für den störungsanfälligen Aufzug an der Alten Fahrt: „Sollte sich jedoch herausstellen, dass ein störungsfreier Betrieb nur durch eine umfangreichere Ergänzung gesichert werden kann, so ist der Bau eines Stahl-Glas-Schachtes um das bestehende Liftbauwerk denkbar“, heißt es in der Antwort auf eine kleine Anfrage des Stadtverordneten Sascha Krämer (Linke). Für den „möglichen Umbau“ gebe es „noch keinen abschließend definierten Zeitraum“, die „zusätzlichen Kosten“ seien „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ... aus dem Haushalt der Landeshauptstadt Potsdam zu finanzieren“.

Der Schacht aus Stahl und Glas wäre bereits die zweite Investition in einen barrierearmen Zugang vom Alten Markt zur Alten Fahrt. Denn beim Architektenwettbewerb für die 1,2 Millionen Euro teure Gestaltung des Otto-Braun-Platzes (oben) und der Promenade am Ufer der Alten Fahrt (unten) hatte man die Passierbarkeit für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstuhlfahrer schlicht vergessen. Erst auf Beschluss der Stadtverordneten wurde nachgerüstet.

50 000 Euro kostete die im Juni eröffnete Konstruktion, die anfangs nur mit Spezialschlüssel bedient werden konnte und sich als so fragil erwies, dass schon ein falsch gedrückter Knopf oder ein Pappbecher die Mechanik blockieren kann. Auf eine Anfrage der Fraktion Die Andere zu den bisherigen Ausfallzeiten des Lifts gab es statt einer Antwort eine Belehrung: „Es erscheint zudem wenig hilfreich, nachträglich zu den erforderlichen Nachrecherchen eine hier geforderte Übersicht anzufertigen, zumal die Arbeitskapazitäten der Verwaltung anderweitig lösungsorientierter eingesetzt werden können.“

Unbeantwortet blieb am Montag auch die Anfrage der MAZ zu Regressansprüchen der Stadt gegenüber dem Hersteller. Linken-Kreischef Krämer schimpfte: „Es ist ärgerlich, dass für diese planerische Fehlleistung der Steuerzahler büßen muss. Hoffentlich ist es der Stadt eine Lehre.“

Von Volker Oelschläger

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