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Glücksmomente für Moldawien

Potsdamer Baptisten sammeln für „Weihnachten im Schuhkarton“ Glücksmomente für Moldawien

Ein Kuscheltier, ein paar Stifte, ein Malbuch: Es braucht nicht viel, um einem Kind eine Freude zu machen. Jahr für Jahr lassen sich Hunderttausende vom Päckchenfieber anstecken. „Weihnachten im Schuhkarton“ heißt die Geschenkaktion für Kinder in Not – eine Tradition auch in Potsdam. Wer Kindern in Moldawien ein kleines Stück vom Glück schicken möchte, muss sich sputen.

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Anna Irmscher (vorn) leitet seit sechs Jahren „Weihnachten im Schuhkarton“, Christa Kersten (l.) und Gudrun Reimann helfen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Die Schäfchen haben ausgedient. Im November zählt Anna Irmscher (52) beim Einschlafen Teddybären und Schokoladennikoläuse. Kann gut sein, dass in den nächsten Tagen noch Zahnbürsten und Buntstifte dazu kommen, denn Anna Irmscher ist im Packfieber. Die dreifache Mutter aus Wilhelmshorst organisiert für die Potsdamer Baptistenkirche „Weihnachten im Schuhkarton“.

Die Geschenkaktion für Kinder in Not unterstützen in Deutschland und Österreich seit 1996 Jahr für Jahr fast eine halbe Million Menschen. Auch in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Potsdam hat „Weihnachten im Schuhkarton“ seit Langem Tradition. Im vergangenen Jahr schickte die Gemeinde 233 Päckchen „und sehr viel Liebe“ ostwärts, sagt Anna Irmscher: „Das war unser Rekord. Wer weiß, vielleicht können wir ihn dieses Jahr brechen?“

Christen und Nicht-Christen, Familien, Vereine, Schulen – eigentlich ist jeder, der ein wenig Wärme und Hoffnung schenken möchte, zu „Weihnachten im Schuhkarton“ eingeladen. Der Aufwand ist nicht groß: Wer mitmachen möchte, kauft ein paar schöne Sachen, legt sie in einen Schuhkarton und gibt ihn (am besten mit 8 Euro fürs Porto) in der Baptistenkirche in der Schopenhauerstraße 8 ab. Dort ist gerade Endspurt angesagt. Nur noch diese und nächste Woche nehmen Anna Irmscher und ihre Helfer Weihnachtspäckchen an. Die Gaben sollen schließlich pünktlich zum Fest bei denen ankommen, für die sie gedacht sind – bei Kindern aus Moldawien, einem der ärmsten Länder Europas.

Bevor die Pakete aber auf die Reise gehen, schaut Anna Irmscher noch mal nach dem Rechten, denn nicht alles, was gut gemeint ist, ist auch erlaubt. Aussortiert werden zum Beispiel Kerzen und Seifenstücke, Nussschokolade und Gummibärchen. „Grund sind die zum Teil sehr strengen Einfuhr- und Zollbestimmungen“, sagt Anna Irmscher. „Und es wäre doch schade, wenn wegen eines einzigen unzulässigen Paketes die ganze Lieferung nicht durchgelassen wird.“ Traurig braucht über die Inventur aber niemand zu sein: Was aussortiert wird, geht an die Ausgabestelle der Tafel in der Schopenhauerstraße 8 und wird dort an Bedürftige verteilt. Und die Lücken im Schuhkarton füllt Anna Irmscher mit Geschenken der Gemeinde auf. Teddys und Nikoläuse hat sie immer in der Hinterhand.

Geschenke der Hoffnung

Seit 1996 packen jedes Jahr Hunderttausende bei „Weihnachten im Schuhkarton“ mit. Die Aktion hat mehr als sieben Millionen Kinder erreicht.

Wer mitmachen möchte, entscheidet zunächst, ob er für einen Jungen oder für ein Mädchen packen möchte. Auch die Altersgruppe (2-4 Jahre, 5-9 Jahre und 10-14 Jahre) sollte man im Auge behalten. So sind sechs Kartonvarianten möglich.

Auf die Mischung der Geschenke kommt es an. Empfohlen sind Kleidung (Mütze, Schal, Handschuhe, T-Shirt, Socken, Pullover etc.), Hygieneartikel (Zahnbürste, Zahnpasta, Haarbürste, Kamm, Waschlappen etc.), Spielzeug (Auto, Ball, Puppe, Kuscheltier, Blockflöte, Dynamotaschenlampe, Uno etc.), Süßigkeiten (Vollmilchschokolade und Bonbons – mindestens Haltbar bis März 2017) und Schulsachen (Hefte, Stifte, Radiergummi, Solartaschenrechner etc.). Weitere Ideen finden Sie auf www.geschenke-der-hoffnung.org/packtipps – dort ist auch zu erfahren, was sich als Geschenk nicht eignet.

Abzugeben sind die Päckchen Dienstag, Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr in der Baptistenkirche in der Schopenhauerstraße 8. Letzter Termin ist Samstag, 19. November, 10 bis 16 Uhr. nf

Von Nadine Fabian

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