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Glühende Slide-Gitarre - Widerstand zwecklos

Potsdamer Lindenpark Glühende Slide-Gitarre - Widerstand zwecklos

Wie das so ist: Taucht ein Künstler erst mal im Soundtrack eines Kino-Hits auf, dann hat er die ihm gebührende Aufmerksamkeit. Wie Brother Dege. Für „Django Unchained“steuert der Slide-Star den Song „Too Old To Die Young“ bei. Zudem beweist Regisseur Quentin Tarantino viel Geschmack bei der Musikauswahl.

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„Too Old To Die Young“ auf der Resonator-Gitarre.

Quelle: Promo

Potsdam. Einen Testballon hatte er bereits 2013 steigen lassen: Auf seinen zwölf Konzerten bereitete das Publikum Brother Dege und seiner Band Brotherhood of Blues einen warmen Empfang.

Dass der Film eines gewissen Herrn Quentin Tarantino da einen Einfluss hatte, dürfte keineswegs abwegig sein. Für den Soundtrack des später mit einem Oscar prämierten „Django Unchained“ wählte der Regisseur das Stück „Too Old To Die Young“. Sicher im Geschmack wie stets.

Das nämliche Blues-Stück – wild und getrieben – spielt Dege auf der Resonator-Gitarre und mit Bottleneck. Zu früh will niemand sterben. Allerdings wird im tiefen Süden viel gestorben. Und oft.

Wie auch immer. Brother Dege, bereits ein Geheimtipp mit etlichen eigenen Platten, fand plötzlich unerwartete Aufmerksamkeit. Mit seinem Dobro stand er sozusagen im prallen Rampenlicht. Schön für uns, denn der US-Amerikaner prescht nun erneut durch die deutschen Lande und schaut bei seinem Ritt samt Band im Potsdamer Lindenpark vorbei. Am Donnerstag ist es soweit. Dann wird Brother Dege, der indianische Wurzeln hat und zehn wüste Jahre mit der Underground-Band Santeria verbrachte, die stählernen Saiten glühen lassen. Mit der Bruderschaft des Blues wird er sein aktuelles Album „Scorched Earth Policy“ vorstellen.

Doch auf den puren und schlicht ergreifenden Zwölftakter aus dem Mississippi-Delta wird er sich sowieso nicht beschränken, obwohl er den auf der Bühne natürlich mit Lust und Leid gibt. Längst haben andere Klänge großzügige und beherzt dargebotene Aufnahme gefunden.

Kräftig-derbe Heartland-Rocker sind daher genauso dabei wie heftig bollernde Voodoo-Drums, Südstaaten-Rock oder mancher psychedelisch abgedrehte Höhenflug in den Stücken voller Meskalin.

Und über allem schliert und schlingern die Slides, die Brother Dege mit Könnertum von den Saiten schnellen lässt. Ein Erzähler abgefahrener Geschichten ist er. Trocken und staubig wie die Wüste, aus der es kein Entrinnen gibt. Unwiderstehlich, also.

Info: Das Konzert im Lindenpark beginnt am 3. November um 20 Uhr.

Von Ralf Thürsam

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