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Goodbye, Lenin!

Potsdamer Statue wird nicht wieder aufgestellt Goodbye, Lenin!

Am Mittwoch debattierten die Potsdamer Stadtverordneten sehr emotional über das Für und Wider einer Aufstellung des Lenin-Denkmals, das früher an der Hegelallee 25 stand. Die Fraktion „Die Andere“ fordert, dass die Bronzestatue wiedererrichtet oder an einem anderen öffentlichen Ort aufgestellt werden soll – zur Empörung mancher Stadtverordneter.

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Das Lenindenkmal vor dem ehemaligen Haus der Offiziere in der Potsdamer Hegelallee im März 2003.

Quelle: Christel Köster (Archiv)

Innenstadt. Lenin ohne Rückhalt: Der Antrag der Fraktion „Die Andere“, das Lenin-Denkmal wieder an seinem früheren Standort an der Hegelallee 25 oder einem anderen öffentlich zugänglichen Ort – etwa einem Museum – aufzustellen, ist von den Stadtverordneten am Mittwoch mit überwältigender Mehrheit abgeschmettert worden.

Zuvor hatte Eric Blume für die Fraktion „Die Andere“ das Anliegen dargelegt. In Potsdam herrsche „ein Klima der Bilderstürmerei und Respektlosigkeit gegenüber Kulturgütern aus der DDR-Zeit“. 2004 hatte der Grundstückseigentümer die Statue vom Sockel gehoben und eingelagert. In der Denkmalliste blieb sie aber. 2013 wies die Obere Denkmalschutzbehörde den Antrag auf Streichung aus der Denkmalliste ab.

Lenin steht nicht mehr vor dem Haus der Offiziere, wohl aber noch auf der Denkmalliste

Lenin steht nicht mehr vor dem Haus der Offiziere, wohl aber noch auf der Denkmalliste.

Quelle: Christel Köster (Archiv)

SPD-Fraktionschef Pete Heuer zitierte vor den Stadtverordneten aus Lenins Schriften, in denen der Revolutionär Erschießungen propagierte: „Und das wollen Sie uns allen Ernstes als Denkmal anbieten?“, fragte er. Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg sagte, die „kritische Betrachtung von Lenin“ sei für seine Partei „ein Prozess“ gewesen.

In Berlin musste Lenin im Jahr 1991 weichen

In Berlin musste Lenin im Jahr 1991 weichen. Das 20 Meter hohe Monument wurde Ende 1991 abgetragen und in der Nähe des Müggelsees im Wald vergraben.

Quelle: dpa

Er warb für „einen sachlichen und kritischen Umgang“. Das Denkmal sei Teil der Stadtgeschichte. „Lenin stand am Offizierscasino und er hat keinen gestört.“ Saskia Hüneke (Grüne) widersprach: „Sie meinen, das hat nie jemanden gestört? Wir haben in einem besetzten Land gelebt.“

Von Ildiko Röd

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