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Google verwirrt Kinobesucher

Thalia Programmkinos Babelsberg Google verwirrt Kinobesucher

Seit Monaten stehen immer wieder Gäste in den Thalia-Programmkinos und wollen Filme sehen, die dort gar nicht gespielt werden. Schuld ist die Suchmaschine Google, die Kinobesucher auf eine falsche Fährte – ins Thalia-Kino in Berlin-Lankwitz – lockt. Ein Ärgernis für Kinobetreiber und -gäste.

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Das Thalia-Kino in der Babelsberger Rudolf-Breitscheid-Straße 50.

Quelle: Christel Köster

Babelsberg. Seit Monaten sorgt die Internet-Suchmaschine Google für Verwirrung bei Besuchern des Thalia-Programmkinos. Erst in der vergangenen Woche begehrte eine Großmutter für sich und ihren Enkel Tickets für „Alvin und die Chipmunks 4“. Jedoch: Die Klamotte mit den überdrehten Streifenhörnchen läuft in dem – für sein anspruchsvolles Programm regelmäßig ausgezeichnetes – Babelsberger Kiezkino gar nicht. Denn Google hatte Großmutter und Enkel auf die falsche Fährte gelockt. Und zwar so: Sucht man nach „Thalia Babelsberg“ oder „Thalia Potsdam“, erscheint ein Kasten mit aktuellen Vorstellungen des „Thalia“. Daneben stehen Adresse, Routenplaner und Bewertungen für das Traditionskino in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Doch tatsächlich werden die Filme, die aufploppen, im „Thalia“ in Berlin-Lankwitz gezeigt.

„Immer wieder stehen bei uns Gäste an der Kasse und wollen in Filme, die wir gar nicht spielen“, erzählt „Thalia“-Marketingchefin Daniela Zuklic. „Aufregungstechnisch sind wir täglich eine Stunde damit befasst.“ Den Hinweis, dass Google für diese Fehler verantwortlich ist, lassen aufgebrachte Besucher oft nicht gelten. „Diese Suchmaschine ist eben nicht der Gral der Weisheit.“

Daniela Zuklic und Kinochef Thomas Bastian haben bereits rund 50 Mails an verschiedene Hilfe-Adressen des US-Konzerns geschickt. „Eine Antwort haben wir nie erhalten.“ Im Gegenteil: In einer automatisch generierten Antwort heißt es, „dass aufgrund der Vielzahl von Anfragen, E-Mails, die unter der Adresse support-de@google.com eingehen, nicht gelesen und zur Kenntnis genommen werden können“. Nur einmal habe Bastian direkten Kontakt bekommen – über Google AdWords, dort kann man Werbung schalten. Der Kinochef schilderte dort sein Problem – lapidare Antwort eines Google-Mitarbeiters: Bei Verwechslungen müsse sich wohl ein Kino umbenennen. Das sei selbstverständlich keine Option, so Bastian. Womöglich habe Google einen Fehler in seinem Algorithmus – und jener müsse behoben werden. Also besser andere Suchmaschinen wie Bing verwenden oder zu den Serviceseiten der Märkischen Allgemeinen greifen.

Von Ricarda Nowak

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