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Potsdam Graffiti-Wand, Labyrinth und Trampolin
Lokales Potsdam Graffiti-Wand, Labyrinth und Trampolin
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20:46 10.03.2017
Eric (9) hatte durch einen Zufall das Plakat für den Workshop entdeckt. Er wünscht sich die Graffiti-Wand.. Quelle: Friedrich Bungert
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Berliner Vorstadt

Coole Sache: Im Herbst beginnen im Kunst- und Kulturquartier Schiffbauergasse die Bauarbeiten für einen Kinderspielplatz. Er wird auf der Grünfläche neben der Tanzfabrik in Richtung Marina entstehen. Am Freitagnachmittag schlug die Stunde der Mini-Architekten: 28 Kinder nahmen im Fluxus-Museum an einem Workshop teil, der vom Sanierungsträger Potsdam im Auftrag der Landeshauptstadt gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbüro des Stadtjugendrings durchgeführt wurde. Das Ziel: Wunderbare Ideen für den Wunschspielplatz finden. Das Ganze bleibt aber nicht nur ein Ausflug ins Reich der (Wunsch-)Träume, sondern soll in die weiteren Planungen einfließen.

Jung-Architekten am Werk. Quelle: Friedrich Bungert

Und wohin geht der Trend in Sachen Spieleparadies? „Das Element Klettern und Trampolin ist oft dabei“, sagten Sybille Straßberger vom Stadterneuerungsamt und Simone Kroschewski vom Sanierungsträger nach dem Workshop. Auch die Möglichkeiten des nahen Wassers sollen beim Spielen integriert werden. Insgesamt wurde den jungen Kreativen das allerbeste Mitmach-Zeugnis ausgestellt: „Die Kinder sind so motiviert und interessiert“, schwärmte Straßberger. Insgesamt sei deutlich zu spüren gewesen, dass „der Spielplatz seit langem erwartet“ wird.

Den guten Einfällen waren keine Grenzen gesetzt. Ein Beispiel: „Ich habe mir eine Graffiti-Wand gewünscht“, erzählte Eric, der in Sachen Umsetzung gleich ganz praktisch dachte. Die kunterbunten Spraydosen könnte man sich doch ganz einfach im Fluxus-Museumsshop ausleihen, den Eric übrigens „besonders schön“ findet.

Bei der Abschlusspräsentation. Quelle: Friedrich Bungert

Vom Spielplatz-Workshop hat der Neunjährige übrigens durch einen Zufall erfahren. Die Familie war im Erholungsgarten in Güterfelde. Auf der Rückfahrt gab es mal wieder Stau auf der Humboldtbrücke stadteinwärts. „An der Ampel habe ich auf einem Plakat gesehen, dass am 10. März der Workshop ist und dann habe ich meine Eltern gefragt und sie haben gesagt, dass ich hingehen darf.“ Einen Freund hat er gleich auch noch mitgenommen. Am Ende landete Erics Graffiti-Wand sogar unter den Top-Wünschen, die auf einer Pin-Wand gelistet wurden.

Machbarkeitsstudie zu Standorten und Kosten

Der Sanierungsträger beauftragte 2016 eine Machbarkeitsstudie, die eine Grundlagenermittlung zu Standorten, Altersgruppen der Nutzer und Kosten der Spielflächen beinhaltete. Im September 2016 wurde ein Fragebogen zu den Bedürfnissen verteilt, er ging an die Anlieger und die nahe Kita „Zauberstein“.


Der Spielplatz ist Teil des abschließenden Umsetzungsplans für das Sanierungsgebiet Schiffbauergasse. Die Fördergrenze des bis zu tausend Quadratmeter großen Platzes liegt bei 140 Euro pro Quadratmeter.

In die Hitparade hatten es auch folgende Vorschläge geschafft: Labyrinth, Hamsterrad, Seilbahn, Baumhaus, Trampolin, Klettergerüst. Auf Platz eins landete die Tunnelhöhle. Architektonisch wurden die Wünsche perfekt mit Styropor, Zweigen, Moos, Pfeifenreinigern, Stäbchen und anderen „Baumaterialien“ umgesetzt. Eine dick bemalte Klopapierrolle verkörperte „eine Höhle – man kann da durchklettern (aus Stein komplett grau)“, so die präzise Beschreibung auf einem beigefügten Zettel.

Inwieweit die Ideen in ihrer Fülle realisierbar sein werden, hängt nicht zuletzt am Budget. Aber mehrere Vorschläge haben sicher die Chance, dass aus ihnen ganz reale Spielplatzattraktionen werden.

Von Ildiko Röd

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