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Potsdam Großeinsatz gegen Temposünder
Lokales Potsdam Großeinsatz gegen Temposünder
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10:13 14.06.2013
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MITTELMARK/BERLIN

. Sie richten sich vor allem gegen Raser und Drängler auf den Pendlerstrecken. Die Berliner Polizei spricht von Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen in einem Maße, wie es sie bisher nie gegeben habe.

Die Brandenburger Polizei registrierte im ersten Quartal 2013 einen deutlichen Anstieg der Verkehrsunfallzahlen mit der Hauptunfallursache „Geschwindigkeit“. Diese zu senken und damit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit zu leisten, sei Ziel der polizeilichen Verkehrsüberwachung, sagte ein Sprecher. Nach seinen Angaben wird insbesondere auf Straßen kontrolliert, in denen es in der Vergangenheit häufig zu Geschwindigkeitsübertretungen kam oder die besonders unfallträchtig sind. Auch Gefahrenbereiche, zum Beispiel vor Kindergärten und Schulen, werden berücksichtigt.

Die Berliner Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine Geschwindigkeitsüberschreitung von nur 20 Kilometern pro Stunde in einer Tempo-30-Zone vor einer Schule oder in einem Wohngebiet für ein Kind tödlich sein kann, wenn es 15 Meter vor einem fahrenden Fahrzeug plötzlich auf die Fahrbahn läuft. Während der Fahrer bei 30 Kilometern pro Stunde noch knapp vor dem Kund zum Stehen käme, würde er das Kind bei 50 km/h mit voller Wucht erfassen. Die Berliner Polizei geht von der Überzeugung aus, dass zu schnelles Fahren „kein Augenblicksversagen ist, sondern vielmehr persönliche Einstellungssache“. Wer zu schnell fahre, tue dies grundsätzlich überall.

Der Großeinsatz wurde angekündigt, um dem, wie die Berliner Polizei erklärte, „typischen Vorwurf der ,Abzocke’ zu begegnen“. Es gehe auch nicht darum, möglichst viele Schnellfahrer zu erwischen, im Vordergrund stehe vielmehr der positive Effekt für die Verkehrssicherheit.

Ungeachtet dessen, dass die Polizei eine stattliche Liste der geplanten Kontrollstellen ins Internet gestellt hat, machen die Beamten in Berlin darauf aufmerksam, dass am Tag und in der Nacht 200 ständig wechselnde Radar- und Laserkontrollen eingerichtet werden. An der Landesgrenze muss damit gerechnet werden, dass das Tempo auf beiden Seiten in beiden Fahrtrichtungen überwacht wird. Die Brandenburger Polizei kündigte zudem an, sechs Wochen lang verstärkt zu kontrollieren. (Von Stephan Laude)

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