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Potsdam So schön ist der neue Grottensaal
Lokales Potsdam So schön ist der neue Grottensaal
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16:49 21.07.2015
Der Grottensaal ist restauriert worden und wieder zugänglich.   Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Der äußerst eigenwillig ausgeschmückte Grottensaal im Neuen Palais von Potsdam-Sanssouci ist nach jahrelanger Restaurierung wieder zu bewundern. Ihn zieren mehr als 24.000 Minerale, Erze, Edel- und Halbedelsteine, Fossilien, Muscheln, Schnecken und vielfarbige Schlacken. „Eine unserer Hauptattraktionen im Unesco-Weltkulturerbe steht wieder offen“, sagte Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, am Dienstag.

Am Dienstag ist im Neuen Palais in Potsdam der restaurierte Grottensaal der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Der Saal ist seit Mai 2013 restauriert worden. Wir zeigen die schönsten Bilder.

Mit großem Aufwand war der Raum seit Mai 2013 restauriert und saniert worden. Der Wandschmuck wurde gereinigt und ausgebessert, etwa 1200 Applikationen mussten ersetzt werden. Stücke wurden neu angekauft oder fanden sich noch in den Depots.

Sanierung hat rund 5,9 Millionen Euro gekostet

Das Neue Palais entstand nach Plänen von Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786). Er ließ das Schloss mit etwa 970 Zimmern in Rekordzeit bauen, wobei der Monarch Baupfusch bewusst in Kauf nahm. Vor allem die lädierte Holzbalkendecke zwischen Grotten- und dem darüber liegenden Marmorsaal stellte die Restauratoren vor große Herausforderungen. Für die umfangreiche Instandsetzung werden etwa 5,9 Millionen Euro veranschlagt. Im kommenden Jahr soll der Marmorsaal wieder zu besichtigen sein.

Juni 2014: Über dem mit Muscheln, Schneckenhäusern und Glassteinen geschmückten Grottensaal liegt der Marmorsaal. Für das Gewicht von rund 600 Tonnen hatten die Bauherren eine zu schwache Decke konzipiert. Für rund fünf Millionen Euro wird nun saniert. Zur Saison 2015 soll der Grottensaal wieder für Besucher offen sein. Wir haben schon jetzt einen Blick hinein geworfen und Details ausfindig gemacht, die man sonst leicht übersieht.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sicherte zu, sich beim Bundestag für die Fortsetzung des Sonderinvestitionsprogramms (Masterplan) für die preußischen Schlösser einzusetzen. „Mit dem Unesco-Weltkulturerbe muss pfleglich umgegangen werden“, sagte sie. Die finanzielle Last sei aber von Bund und Ländern zu tragen. Das Neue Palais zähle mit der vollständig erhaltenen originalen Substanz und Ausstattung zu den wertvollsten Schlossanlagen der Welt.

Von 2008 bis 2017 stehen bereits 155 Millionen Euro bereit. Die Hälfte kommt vom Bund, den Rest teilen sich die Länder Brandenburg und Berlin. Generaldirektor Dorgerloh bezifferte den finanziellen Bedarf in den kommenden Jahren mit etwa einer Milliarde Euro.

dpa

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