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Grube feiert, wie die Feste fallen

Potsdamer Ortsteil wird 750 – oder 753 Grube feiert, wie die Feste fallen

750. Geburtstag feierte Grube am Wochenende – laut Landeshauptstadt sogar den 753. Wie auch immer: Im Dorf ging’s hoch her. Auch der Oberbürgermeister überbrachte seine Glückwünsche. Das Motto in Grube sei: „Klein aber fein.“ Denn trotz des Durchgangsverkehrs habe man sich seinen idyllischen Dorfcharakter erhalten. Das neue Wappen nimmt darauf sogar Bezug.

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Die Gruber feierten ein buntes Geburtstagfest.

Quelle: Christel Köster

Grube. Je oller, je doller: Der Potsdamer Ortsteil Grube hat am Wochenende mit allerlei Jubel und Trubel seinen 750. Geburtstag gefeiert. Wobei es durchaus auch der 753. gewesen sein könnte – je nach Quelle. „Erstmals urkundlich erwähnt wird Grube am 3. November 1264“, heißt es laut Zeitrechnung der Landeshauptstadt, die das Dorf 1993 eingemeindet hat. Der Ortsbeirat indes beruft sich auf eine Urkunde aus dem Jahre 1267, „die als frühe Erwähnung gilt – allerdings unter dem Namen Glynecke; offenbar hat später eine Umbenennung stattgefunden“. Man habe daher entschieden, die 750-Jahr-Feier im Jahre 2017 abzuhalten.

Wie auch immer: Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) überbrachte seine Glückwünsche am Samstag in einer kleinen Zeremonie. „Grube gehört seit dem Nikolaustag 1993 zu Potsdam und hat schon vor den Eingemeindungen der anderen nördlichen Ortsteile 2003 unsere Landeshauptstadt vielfältiger gemacht“, so Jakobs. „Dabei ist das Motto: Klein aber fein. Denn trotz des Durchgangsverkehrs konnte sich Grube seinen idyllischen Dorfcharakter erhalten und ist hier an der Wublitz in eine wunderschöne Landschaft mit Deichwegen, Seen und offenen Wiesen eingebettet.“

Das zwischen Nattwerder und Schlänitzsee gelegene Grube schmiegt sich ins Tal der Wublitz. Diese Lage spielt seit jeher eine wichtige Rolle für den Ort und seine Entwicklung – und das spiegelt sich auch im Wappen wider, das der Bürgerverein zum runden Geburtstag gestiftet hat. Es zeigt ein silbernes Spatenblatt auf rotem und einen silbernen Hecht auf blauem Grund; ein silberner Wellenbalken teilt den Schild diagonal. Der Spaten steht für den Tonabbau, der rund um Grube über Jahrhunderte stattfand und dem Dorf womöglich seinen heutigen Namen gegeben hat. Der Hecht steht für den Fischfang, der silberne Wellenbalken für die Wublitz.

Hecht, Spaten, Welle

Hecht, Spaten, Welle: das Wappen von Grube.

Quelle: Grube

Wer an Potsdam denkt, hat zunächst die Schlösser und Gärten, die Film- und Wissenschaftsgeschichte im Sinn. Zur Landeshauptstadt gehören aber auch zahlreiche Dörfer. Zur Unterstützung des ländlichen Raums hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Ortsteilen in den vergangenen zwei Jahren ein Strategiepapier erarbeitet. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie sich Potsdams Dörfer, ihre besonderen Gegebenheiten und Bedürfnisse in die große Entwicklungsstrategie der Landeshauptstadt einbinden lassen. Am vergangenen Mittwoch wurde das Papier ins Stadtparlament eingebracht – es soll nun in den Ausschüssen und Ortsbeiräten diskutiert werden. Für Grube ist zudem der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan „Am Küssel“ in Arbeit.

Von Nadine Fabian

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