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Potsdam Grüezi Luzern!
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15:21 09.07.2017
Das schöne Luzern ist seit 2002 Potsdams Partnerstadt. Quelle: unbekannt
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Potsdam

Wer hat’s erfunden? Die Schweizer? Die Märker? Es lässt sich nach 15 Jahren nicht mehr sagen, wer als erstes die Idee hatte, Luzern und Potsdam über eine Städterpartnerschaft miteinander zu verbinden. Sicher und viel wichtiger ist: Es darf gefeiert werden!

Freitagnachnachmittag um 16.25 Uhr landet in Berlin-Tegel die Delegation um Stadtpräsident Beat Züsli. 2016 ins Amt gewählt, besucht der 53-Jährige Potsdam das erste Mal. Das Programm, das ihn und seine elf Begleiter erwartet, ist straff – da bleibt kaum Zeit zum Kofferauspacken, denn schon um 18 Uhr geht’s zum feierlichen Empfang bei Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und um 20 Uhr in den Nikolaisaal zu aberwitzigem Jazz mit der Schweizer Combo „Hildegard lernt fliegen“ und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg.

Auch am Samstag müssen sich die Schweizer sputen. Dann geht’s unter anderem ins Museum Barberini und ins Bornstedter Feld, wo eine Straße auf den Namen „Luzern“ getauft wird. Am Sonntag steht ein Besuch im Schweizer Kolonistendorf Nattwerder an: 1685 folgten 17 Schweizer Familien der Offerte des Großen Kurfürsten, verließen ihre Heimatdörfer und siedelten sich im Golmer Bruch an.

Der Wunsch, mit Luzern eine Städtepartnerschaft zu schließen, geht zwar nicht ganz so weit in der Geschichte zurück, wohl aber in die 1990er Jahre. Damals pflegte das Hans-Otto-Theater Kontakte nach Luzern. Zarte Bande hatte auch die Potsdamer Ruder-Gesellschaft geknüpft. Gilt die Havel bei Potsdam weithin als Schmiede für Olympia- und WM-Goldboote, so wird der Rotsee in Luzern als Mekka des Weltrudersports gehandelt – klar, dass man sich fix näher kam und mit dem Segen des damaligen Oberbürgermeisters Matthias Platzeck (SPD) 2002 etwas Festes aus der Liaison machte. Mit dem Partnerschaftsvertrag kam der Austausch mit Luzern so richtig in Schwung. Heute besteht eine ganze Reihe von Kontakten nicht nur kultureller und sportlicher Natur.

Einfach ist es nicht, eine Städtepartnerschaft einzugehen. „Das setzt immer einen Beschluss der Stadtverordneten voraus“, erklärt Sigrid Sommer, Marketingleiterin bei der Landeshauptstadt. Auch danach ist der Bund kein Selbstläufer. Eine Städtepartnerschaft lebe vor allem vom Engagement der Bürger. In Potsdam und in Luzern haben interessierte und reiselustige Einwohner vor 15 Jahren daher auch zwei Freundeskreise gegründet, die viele Gelegenheiten schaffen, das Pendant kennen- und schätzen zu lernen. „Natürlich ist eine Städtepartnerschaft auch immer Werbung für die jeweils andere Stadt“, so Sigrid Sommer. „Die Leute lieben es, andere Städte zu befahren – durch eine Städtepartnerschaft kommt man sich auf andere Art und Weise näher und lernt die Stadt und die Menschen ganz anders kennen.“ Zwar nehmen die Schweizer unter den Potsdam-Besuchern aus aller Welt nicht gerade die Spitzenreiter-Position ein – die haben immer noch die Niederländer inne, gefolgt von den Spanier, Engländern und Polen. Die viel kleinere Schweiz rangiert aber seit Jahren unter den Top 10..

Von Nadine Fabian

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