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Grüne stellen Wirtschaftlichkeit infrage

Solarpark in Uetz Grüne stellen Wirtschaftlichkeit infrage

Am Anfang war der Widerstand der Anwohner. Sie sprachen sich mehrheitlich gegen einen Solarpark in Uetz aus. Dann stellte sich die SPD auf die Seite der Anwohner, die Linke folgte - mehr oder weniger - und nun melden sich die Grünen. Aber wer da mit absoluter Begeisterung gerechnet hat, liegt falsch.

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Uetz. In die Debatte um den geplanten Solarpark in Uetz haben sich jetzt auch die Bündnisgrünen eingeschaltet. "Wir begrüßen grundsätzlich die Bereitschaft von Investoren, die mit dem Bau von Solar-Freiflächenanlagen wichtige Unterstützer der dringend notwendigen Energiewende sind", sagte der Fraktionsgeschäftsführer der Grünen, Andreas Walter, der MAZ. "Aus unserer Sicht ist aber fraglich, ob der in der Ortslage Uetz beabsichtigte Solarpark genehmigungsfähig ist und aufgrund der eingeschränkten Förderrichtlinien wirtschaftlich betrieben werden kann", so Walter.

Wie berichtet, soll südwestlich von Uetz direkt angrenzend an Gutshaus und Kirche auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 55 Hektar ein Solarpark entstehen. Dafür muss der bestehende Bebauungsplan geändert werden, der dort Freizeitanlagen und ein Sporthotel vorsieht. Diese Investition wurde bislang aber nicht verwirklicht. Eigentümer Klaus Groenke will deshalb jetzt den Bau einer Solaranlage vorantreiben. Derzeit befassen sich die Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung mit dem im Ort umstrittenen Vorhaben.

"Über das Erneuerbare-Energien-Gesetz werden Solar-Freiflächenanlagen nur noch in einem 100 Meter breiten Korridor links und rechts von Autobahnen und Eisenbahnschienen gefördert. Das trifft in Uetz nur für einen kleinen Teil der beabsichtigten Fläche zu", geben die Grünen zu bedenken. "Auf keinen Fall darf für diese gesamte Fläche Baurecht geschaffen werden, da bei Nichtgelingen der Anlage dann auch andere Bauvorhaben in Rede stehen könnten. Die Uetzer Kulturlandschaft sowie der Umgebungsschutz für die Denkmale müssen bei der zukünftigen Entwicklung des Ortes maßgeblich beachtet werden", so die Grünen-Fraktionsvorsitzende Saskia Hüneke.

Wesentlich besser würden sich nach Ansicht der Bündnisgrünen auch hinsichtlich der Flächeninanspruchnahme sowie der Einspeisemöglichkeiten in das Leitungsnetz Flächen nördlich und südlich des schon bestehenden Solarparks bei Marquardt eignen. Ein dort erweiterter Solarpark hätte auch keine Auswirkungen auf den ortsbildprägenden Charakter, so Hüneke.

Für den Vorsitzenden des Kreisverbands der Linken, Sascha Krämer, ist auch "ein abgespeckter Solarpark mit angemessenem Abstand zum Ortskern" denkbar. "Horrorszenarien und Pauschalkritik" seien in der Debatte aber nicht angebracht.

Von Jürgen Stich

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