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Potsdam Grüne wollen Grundstückstausch
Lokales Potsdam Grüne wollen Grundstückstausch
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10:23 18.05.2018
Installation „Wirbel“ von Mikos Meininger in der aktuellen Ausstellung „Künstlerpositionen“ im „Sans titre“. Quelle: Promo
Potsdam/Innenstadt

Die Stadt soll das Kunsthaus „Sans titre“ über einen Grundstückstausch mit der Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft 1956 (PWG) sichern. Das schlagen die Grünen in einem Antrag vor, der in der nächsten Stadtverordnetensitzung am 6. Juni auf der Tagesordnung steht. Die Stadt soll demnach prüfen, ob im Bereich Berliner Straße/Am Kanal ein städtisches Grundstück existiert, das der PWG als Ersatz für das Grundstück mit dem „Sans titre“ an der Französischen Straße 18 angeboten werden kann.

Die PWG als Eigentümerin der Grundstücks und Vermieterin des „Sans titre“ wolle in der Französischen Straße Wohnungen errichten, so die Grünen in der Begründung ihres Antrags. Zugleich sei eine Sanierung des „Sans titre“ erforderlich. Ziel des Antrags sei es, das Gebäude zu erhalten und eine „niedrigschwellige Sanierung“ zu ermöglichen, um den daraus resultierenden Mietanstieg in Grenzen zu halten.

Später soll nach Vorstellung der Grünen auch ein Erwerb der Immobilie durch die Künstler möglich sein: „Im Anschluss wäre ein Kauf des Grundstücks durch das Kunsthaus ,Sans titre’ nicht ausgeschlossen“, heißt es in der Begründung des Antrags.

Das „Sans titre“ wurde 2009 als Zwischennutzung in einem früheren Gebäude der Energiewirtschaft eröffnet und etablierte sich mit Ateliers und Ausstellungsräumen über zwei Etagen rasch als innerstädtisches Kunstzentrum. Zwar sollte das Gebäude nach ursprünglichen Plänen mittelfristig für Wohnungen abgerissen werden, doch die PWG nahm die Anregung der Künstler auf, das „Sans titre“ nicht nur zu lassen, sondern es bei einer Bebauung des umliegenden Grundstücks mit Wohnungen um Galerieräume zur Straße hin zu erweitern.

Im jüngsten Kulturausschuss verwiesen Vertreter der PWG allerdings auf die mit der Sanierung und Erweiterung verbundenen Kosten: „Die Genossenschaft sei weder in der Lage noch vom Unternehmenszweck her legitimiert ist, die Nutzung durch das Kunsthaus Sans titre mit einer nicht kostendeckenden Miete zu gewährleisten“, hieß es in einem Schreiben der PWG-Vorstände Wolfram Gay und Matthias Pludra.

Die Stadt fördert den Betrieb des „Sans titre“ in diesem Jahr erstmals mit 18 000 Euro; im kommenden Jahr sollen 25 000 Euro bereitgestellt werden.

Von Volker Oelschläger

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