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Potsdam Grünes Licht für Tram nach Krampnitz
Lokales Potsdam Grünes Licht für Tram nach Krampnitz
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09:43 25.11.2015
Im Potsdamer Norden sollen Wohnungen für 4000 Menschen entstehen. Quelle: Animation Entwicklungsträger
Potsdam

Die geplante Straßenbahnverlängerung zum künftigen Wohngebiet Krampnitz nimmt zunehmend Gestalt an. Dass die Anbindung bis zu dem Entwicklungsgebiet im Norden nötig ist, stand bereits seit Längerem fest. Eine Machbarkeitsstudie, in Auftrag gegeben von der Stadt, den Verkehrsbetrieben Potsdam und einem zur städtischen Bauholding Pro Potsdam gehörenden Entwicklungsträger, bringt nun aber Gewissheit: „Die Verlängerung der Straßenbahnstrecke bis Krampnitz ist möglich“, verkündete Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Dienstagnachmittag bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Vor 2030 soll keine Straßenbahn fahren

Die Studie dient als Grundlage für das weitere Vorgehen. Allein die nächsten Planungsschritte könnten sich Jakobs zufolge allerdings noch „mindestens fünf Jahre“ hinziehen. Das Stadtoberhaupt rechnet nicht vor 2030 mit der Eröffnung der neuen Straßenbahnanbindung.

Hinzu komme, dass Potsdam den Bau der Tramtrasse mit eigenen Mitteln aus dem städtischen Haushalt allein nicht stemmen könne, so der Oberbürgermeister. Insgesamt 35,4 Millionen Euro sind in der Machbarkeitsstudie für die Tramanbindung in den Norden veranschlagt. „Dies können die Landeshauptstadt und ihre Partner aber nicht ohne Unterstützung durch das Land Brandenburg realisieren“, sagte Jakobs. Im nächsten Schritt wolle man sich daher nun über eine Kostenbeteiligung mit den zuständigen Landesbehörden verständigen.

Vier neue Haltestellen soll es geben

Bis zum ersten Spatenstich dürfte es also noch dauern. Solange werde „die mögliche künftige Trasse für eine Straßenbahnlinie nach Krampnitz frei gehalten“, versicherte Oliver Glaser, technischer Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Potsdam (ViP). Den Planungen zufolge würde der Streckenabschnitt knapp 4,7 Kilometer lang sein und sieben Haltstellen umfassen, davon vier neue in Krampnitz.

Freuen sich über die geplante Tram: Bert Nicke (Pro Potsdam), OB Jann Jakobs und Oliver Glaser vom Verkehrsbetrieb (v.l.n.r.). Quelle: MAZonline

Für die vorerst letzte Haltestelle Krampnitz-West ist eine Wendeschleife geplant. Denkbar ist auch eine spätere Verlängerung der Trasse bis nach Fahrland.

Hürde auf der Insel Fahrland

Das Gleisbett verläuft parallel zur Bundestraße 2, wobei sich die Tramtrasse vor der Insel Fahrland rechts neben der Fahrbahn befindet. Nachdem die Straßenbahn die Insel passiert hat, schlängelt sie sich dann links entlang der B 2 gen Norden weiter. Die Pläne sehen vor, dass die Tram auf dem Großteil der Strecke an den Autos vorbeifährt. Nur auf der Insel Fahrland verläuft die zweigleisige Trasse direkt auf der Fahrbahn. Ob die Streckenführung am Ende so umgesetzt werden kann, steht noch nicht fest: Ein Teil der Flächen, über die die Tram führen soll,befindet sich auf privaten Grundstücken. Die Machbarkeitsstudie hat noch eine weitere Hürde offengelegt: Denn während die Nordbrücke auf der Insel Fahrland statisch in der Lage ist, den Tramverkehr aufzunehmen, stellte sich die Südbrücke bei Untersuchungen als ungeeignet heraus. Damit der Anbindung nichts im Wege steht, muss zusätzlich eine kleine Brücke für die Straßenbahn gebaut werden, teilte ViP-Chef Oliver Glaser mit.

Von Josefine Sack

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