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Grünfrevel am Schillerplatz

Potsdamer Anwohner empört Grünfrevel am Schillerplatz

Ein mutmaßlicher Grünfrevel empört die Anwohner des Potsdamer Schillerplatzes. Eine dichte Hecke mit Buchsbaum, Eibe und Holunder wurde gerodet, um eine Baustellenzufahrt zur Bastion zu schaffen. Doch die Zufahrt ist nun mit Schuttcontainern blockiert. Die Baufahrzeuge kommen trotzdem durch – auf dem Radweg gleich nebenan, der auch früher schon von Fahrzeugen genutzt wurde.

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Schuttcontainer versperren die neu gebaute Zufahrt.

Quelle: Volker Oelschläger

Potsdam. Ein mutmaßlicher Grünfrevel verärgert Anwohner des Schillerplatzes in Potsdam. An der Radweg-Abfahrt vom Kiewitt zur Fähre Hermannswerder und nach Geltow-Caputh sei „ein bislang vorhandener sehr schöner und dichter Bewuchs in einer Breite von mindestens eineinhalb Metern, teilweise auch darüber hinaus, deutlich zerstört bzw. beseitigt worden“, so der Stadtverordnete Michél Berlin (Linke) in einer Anfrage an die Stadtverwaltung. Mit der Rodung von Buchsbaum, Eibe und Holunderstrauch seien auch „zahlreiche Nistplätze der Vogelwelt (Singvögel) vollständig eliminiert“ worden, so Berlin, der dabei eine Anwohnerin zitierte.

Die Verwaltung weist in der Antwort auf Berlins Anfrage den Vorwurf des „Kahlschlags“ zurück. Grund für den „Rückschnitt“ sei die Verbreiterung des Radwegs als Baustellenzufahrt für die Rekonstruktion der Bastion. Beim „Rückschnitt“ habe sich herausgestellt, dass „der Gehölzbestand von innen her völlig verkahlt war“. Deshalb habe die beauftragte Firma die Hecke „bis ins alte Holz“ zurück geschnitten. Nachpflanzungen seien nicht nötig, weil die „Regenerationsfähigkeit der Eiben bereits in absehbarer Zeit für ein ansprechendes Aussehen sorgen“ werde.

Berlin nahm die Antwort mit „Befremden“ zur Kenntnis, wie er am Montag sagte. Baustellenfahrzeuge hätten den Radweg schon in den letzten Jahren passiert, ohne dass dafür Grün verschwinden musste. Zudem sei der gerodete und nun mit Platten belegte Abschnitt gar nicht passierbar, weil dort zwei Schuttcontainer abgestellt seien.

Von Volker Oelschläger

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