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19:45 29.02.2016
Hannah (mittig) zeigt den Japanerinnen eine Geige Quelle: .Foto: Köster
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Was heißt ’Danke’ auf japanisch?, ist eine Frage die Schulleiterin Carola Gnadt die japanische Schülerin fragt, die ihr einen Schokoriegel reicht. ’Arigato’. Wissenswert, weil am gestrigen Montag 120 Schüler der Suma Gakuen junior Highschool aus dem japanischen Kobe zu Gast im Humboldt Gymnasium waren. Auf ihrer Bildungsreise besuchten die Japaner einen Tag das Gymnasium in Potsdam. In Rundgängen und Workshops lernten die japanischen Jungen und Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren die Schule und die deutsche Kultur besser kennen. Auf das Humboldt Gymnasium fiel die Wahl wegen ihrer Atmosphäre und dem beeindruckenden Gesamtbild, dass die Schule abgibt, sagt Koordinator Schwermer, der im vorigen Jahr sechs Berliner Schule besuchte, sich dann aber für Potsdam entschied.

Auf Stippvisite in Potsdam

Die Schule ist nur ein Haltepunkt auf ihrer Europareise. „Wir kommen gerade aus Wien, dann geht es weiter nach London“, sagt Schwermer. Ein sehr kurzer Aufenthalt, den die Schule so gut wie möglich gestalten möchte. „Zwei Klassen führen die Japaner herum, während die anderen in den Workshops zusammenarbeiten“, sagt Gnadt. Japanisch lernt allerdings nur ein Schüler an der Schule, die Kommunikation findet auf Englisch statt. Bis auf die Begrüßungsrede des japanischen Jahrgangsleiter Shimoji: komplett auf deutsch, sagt Gnadt anerkennend. „Dabei spricht er unsere Sprache gar nicht!“

Eine Woche haben die Schüler der neunten und zehnten Klasse sich auf den Besuch vorbereitet. Hauptsächlich im Englischunterricht. „Die ganze Zeit Englisch sprechen ist eine gute Übung. Und die Japaner hier zu haben ist cool“, sagen Elisabeth und Mirjam (beide 14) aus der 9L. Und auch Masahiro Iwai (14) gefällt es dort. „Ja, es ist interessant“, sagt er mit einem schüchternen Lächeln. Schulleiterin Gnadt ist froh, die „Welt an ihre Schule zu holen“, denn nicht alle Schüler hätten das Glück Auslandserfahrungen zu sammeln. Die Zusammenarbeit in den Workshops funktioniert gut, erzählt sie und Shimoji, der sich, wie er sagt wohl und willkommen fühlt, ist erfreut, dass sich durch die Stippvisite die deutsch-japanische Beziehung verbessern lässt. „Es war schon eine Herausforderung“, sagt Gnadt. Ursprünglich sollten nur die Hälfte kommen, aber die Anstrengungen waren es ihr Wert. Und auch Shimoji möchte die schöne Begegnung der Schüler untereinander und beider Schulen in Ehren halten, wie er in das Gästebuch der Schule schreibt – auf japanisch.

Von Lisa Neumann

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