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Grundsteinlegung für Bad am Brauhausberg

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs: Ende 2016 wird angebadet Grundsteinlegung für Bad am Brauhausberg

Ende 2016 soll das neue Sport- und Freizeitbad am Potsdamer Brauhausberg eröffnet werden. Das hat Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Freitag zur Grundsteinlegung angekündigt. Der Neubau unter Regie der Stadtwerke soll maximal 36,2 Millionen Euro kosten. Die Bürgschaft der Stadt zur Absicherung des Kredits muss noch vom Land genehmigt werden.

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Baustelle für das neue Bad am Brauhausberg am 11. Juni 2015.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Ende 2016 soll das neue Potsdamer Sport- und Freizeitbad am Brauhausberg eröffnet werden. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sagte am Freitag zur Grundsteinlegung: „Ich bin überzeugt, dass wir Ende des nächsten Jahres anbaden können.“ Die Zeitungen könnten „dann auch gern titeln: Jakobs geht baden“, so der Oberbürgermeister: „Denn das passt ja dann auch“. Die im Dezember 2015 eröffnete Baustelle liegt nach Angaben von Stadtwerke-Geschäftsführer Wilfried Böhme „gut in den gestellten Zeitvorgaben.“ Die Baugrube sei fertig, die Rohbauarbeiten bereits im Gange. Mit der Aufstellung der drei großen Kräne starte jetzt die „heiße Phase“. Böhme: „Wir sind voll auf Kurs.“

Um 11.30 Uhr wurde vor rund 100 Gästen die Zeitkapsel mit Genehmigungsplänen, einer aktuellen Münzkollektion, der Stadtwerkezeitschrift „Quartett“ und der MAZ-Ausgabe vom Freitag in den Grundstein eingemauert.

Das Bad wird unter Regie der Stadtwerke nach Plänen des Architektenbüros Gerkan und Partner errichtet, von dem auch die Entwürfe für den Berliner Hauptbahnhof und den Großflughafen Berlin-Brandenburg (BER) in Schönefeld stammen. Die Obergrenze für die Baukosten liegt nach Angaben von Stadtwerkechef Böhme bei 36,2 Millionen Euro. Darin enthalten sei bereits ein Puffer von 15 Prozent etwa zur Abfederung steigender Rohstoffpreise.

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Endlich, endlich, endlich! Der Grundstein zum neuen Schwimmbad auf dem Brauhausberg ist gelegt. Nach jahrelangem Streit ist nun die Eröffnung absehbar. Der Weg bis zum Grundstein war lang und steinig.

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Das kreditfinanzierte Großprojekt soll durch eine Bürgschaft der Landeshauptstadt über 35 Millionen Euro abgesichert werden, die allerdings noch nicht von der Kommunalaufsicht genehmigt wurde, wie Rathaussprecherin Christine Weber am Freitag auf Anfrage bestätigte. Bürgermeister und Finanzdezernent Burkhard Exner (SPD) verwies zur Grundsteinlegung jedoch darauf, dass alle nach dem EU-Recht für die Bürgschaft erforderlichen Vorgaben erfüllt seien, darunter auch der Betrauungsakt, mit dem die Stadt und die Stadtwerke über zehn Jahre den Betrieb der vier städtischen Bäder vertraglich regeln.

Die Ausstattung

Das Bad bekommt im Sportteil ein 50-Meter-Sportbecken mit zehn Bahnen und soll dem internationalen Standard für Schwimmen und Wasserball entsprechen. Zum Becken gehört laut Stadtwerken ein Sprungbereich mit Ein- und Drei-Meter-Sprunganlage. Die Zuschauertribüne wird 400 Sitzplätze haben. Neben einem weiteren Lehrschwimmbecken mit unterschiedlichen Tiefen soll es eine Großrutsche, einen familienfreundlichen Badebereich, Sauna, Wellness und Gastronomie geben.

Der Badneubau, der die um 1970 errichtete Schwimmhalle am Brauhausberg ersetzen soll, hatte laut Böhme eine 20-jährige Anlaufzeit. Anfang der 2000er Jahre wurden knapp vier Millionen Euro in ein Freizeitbad nach Entwürfen des brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer (1907-2012) investiert. Später gab es eine Bürgerbefragung, bei der neben dem Brauhausberg ein Neubau an der Biosphärenhalle auf dem Bornstedter Feld zur Wahl stand.

Potsdams Kommunalpolitiker kommentierten die Grundsteinlegung unterschiedlich. CDU-Fraktionschef Matthias Finken sagte am Rande der Veranstaltung: „Es ist noch immer der falsche Standort.“ Linken-Fraktionsche Hans-Jürgen Scharfenberg hingegen bezeichnete die Entscheidung für den Brauhausberg als „einen unserer großen Siege“.

Schaustelle eröffnet

Mit der Grundsteinlegung wurde eine Schaustelle in einem speziell ausgestatteten Baucontainer eröffnet, in der es in den nächsten Monaten Informationen zum Projekt zu den Baufortschritten geben soll. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Informationen plus Webcam gibt es auch im Internet unter sfb-potsdam.de. Eine Agentur soll laut Böhme mit der Namensfindung für das neue Bad beauftragt werden. Im Grafitti-Wettbewerb zur Gestaltung des Bauzauns sind laut Böhme noch bis zum 19. Juni Einsendungen möglich.

Nächster Meilenstein soll es nach Ankündigung des Stadtwerkechefs im November das Richtfest sein. Ende Januar und im April soll es Tage der offenen Baustelle geben.

Von Volker Oelschläger

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