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Potsdam Grundsteinlegung für erste Grundschule in Golm
Lokales Potsdam Grundsteinlegung für erste Grundschule in Golm
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21:20 11.10.2016
Auf Kommando von Awo-Chefin Angela Basekow versenkt Bruno (7) die Kartusche im Grundstein. Quelle: Foto: B. G.
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Golm

Bruno (7) macht gerne Theater im Unterricht. Seine Mutter Sabine Röttig findet das gut. „Wir haben eine Schule gesucht, die nicht nur klassischen Frontalunterrichtmacht“, sagt sie. Und wohnortnah sollte sie auch noch sein. Die freie Grundschule „Marie Juchacz“ erfüllt beides. Mit ihrem Schwerpunkt Theaterpädagogik hat die Schule nicht nur einen besondere Ausrichtung, an ihrem künftigen Standort in Golm schließt sie als erste Schule des Potsdamer Ortsteils auch eine Versorgungslücke.

Am Dienstag war Grundsteinlegung für den Schulneubau In der Feldmark, den Bruno und seine derzeit 15 Mitschüler im kommenden Schuljahr beziehen sollen. Zu Beginn des Schuljahres 2015/16 war die Schule an den Start gegangen. Derzeit lernen die Erst- und Zweitklässler noch in der Kita „Turmspatzen“ der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Eiche, die die Trägerschaft der Schule übernommen hat. Eine Bildungspremiere in Brandenburg, wie Manja Schüle vom Bildungsministerium bestätigt. Für den Wohlfahrtsverband, der sonst vor allem Kitas, Seniorenheime oder Flüchtlingsunterkünfte betreibt, ist der Bereich Schule Neuland.

Awo kann auch Schule – davon ist Bezirkschefin Angela Basekow überzeugt. In Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern sei die Awo bereits als Schulträger aktiv. Diese Beispiele habe sie sich angeschaut. „Wir sind für Vielfalt. Eine Schule mit einem solchen Konzept hat bislang in Potsdam gefehlt“, sagt sie. Mit der Theaterpädagogik habe die Awo in den Kitas bereits sehr gute Erfahrungen gemacht – „das wollen wir in der Schule fortführen“.

Spielerisch gehe es in der Schule zu, erklärt die stellvertretende Rektorin Ina Golde das Prinzip. Rollenspiele im Matheunterricht statt stupides Pauken, jede Woche ein Waldtag,Noten erst ab der sechsten Klasse– bei Bruno kommt das an. „Wir unterrichten fächerübergreifend“, ergänzt Ina Golde, eine von drei Lehrerinnen an der Schule. Hinzu kommt der Schulleiter. Vom Ministerium ist die Schule bislang einzügig genehmigt. Maximal 22 Kinder pro Klasse sollen aufgenommen werden. Zumindest platzmäßig wäre es möglich, später auch zwei Klassen pro Jahrgang aufzunehmen. Die Eltern zahlen pro Monat 50 Euro Schulgeld. Ermäßigungen sind möglich, etwa für Studenten – denn einige Eltern lernen an der Uni in Golm.

Eine städtische Schule für Golm war nicht vorgesehen

„Für Golm und auch Eiche ist die Schule ein Glücksfall“, sagt Golms Ortsvorsteher Marcus Krause (SPD). Denn eine Schule gibt es in dem wachsenden Ortsteil mit einem überdurchschnittlichen Kinderanteil von 12,6 Prozent bislang nicht. Die nächste Schule ist die Grundschule „Ludwig Renn“ in Eiche. Im städtischen Schulentwicklungsplan sei eine öffentliche Schule für Golm nicht vorgesehen, erklärt Krause. Die Awo springt in eine Lücke – obwohl das Land die staatlichen Zuwendungen für freie Träger gekürzt hat. 7,2 Millionen Euro investiert der Wohlfahrtsverband in den zweigeschossigen, barrierefreien Bau. Auch eine Turnhalle, die wie die Aula von den ortsansässigen Vereinen mit genutzt werden soll, entsteht. Ebenfalls integriert: ein Hort für rund 130 Kinder. Die Aula wird dem Konzept entsprechend wie ein Theaterrondell aussehen. Eine perfekt inszenierte Bildungspremiere also.

Grundschulen in Potsdam

10 Grundschulen in freier Trägerschaft gibt es in Potsdam. Neben der Awo-Grundschule sind das: Aktive Schule Potsdam, Evangelische Grundschule, Evangelische Grundschule Babelsberg, Freie Schule, Internationale Grundschule, Katholische Marienschule, Neue Grundschule, Schiller Grundschule, Neue Grundschule Marquardt.

Zudem gibt es in der Waldstadt eine Waldorfschule von Klasse 1 bis 13.

21 städtische Grundschulen und zwei städtische Oberschulen mit Primarstufe existieren in der Landeshauptstadt.

Von Marion Kaufmann

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