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Potsdams Bestlagen werden immer teurer

Astronomische Quadratmeterpreise in der Speicherstadt Potsdams Bestlagen werden immer teurer

Wer eine Immobilie in bester Lage kaufen will in Potsdam, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Vor allem in Wassernähe werden astronomische Summen bezahlt. Es sind zugleich immer weniger Grundstücke und Häuser am Markt.

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Die Speicherstadt hat eine Wasserseite, wo schwindelerregende Summen für eine Wohnung gezahlt werden: 6370 Euro pro Quadratmeter sind der absolute Spitzenpreis von Potsdam.

Quelle: Rainer Schüler

Mitte. Auf dem Potsdamer Grundstücksmarkt herrscht heftige Bewegung. Fast eine Dreiviertel-Milliarde Euro wurden im vergangenen Jahr umgesetzt, 25 Prozent mehr als 2013. Noch krasser ist der Flächenumsatz; er stieg fast um das Vierfache. Dagegen sank die Zahl der Immobilienverkäufe um ein Prozent auf 1541 Verträge. Es wird also mehr Fläche verkauft zu höheren Preisen denn je.

Vor allem die Bestlagen werden immer teurer. Dem am Freitag vorgelegten Grundstückmarktbericht zufolge kletterten die Bodenrichtwerte für unbebautes Land in der Berliner Vorstadt um 50 auf 500 Euro je Quadratmeter, nach der preisstabilen Einkaufsmeile Brandenburger Straße (790 Euro je Quadratmeter) der teuerste Kiez von Potsdam, erst recht, weil es hier so gut wie kein Bauland mehr gibt. Das ist auch auf der Halbinsel Hermannswerder so, wo der Bodenrichtwert um 50 auf 450 Euro stieg. In der Gartenstadt des Bornstedter Feldes legte der Richtwert um 60 auf 280 Euro zu, in der Brandenburger Vorstadt um 30 auf 380 Euro, im Ortskern von Groß Glienicke um 30 auf 190 Euro.

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Gibt es das Haus und die Wohnung bereits, liegen die Quadratmeterpreise im Verkaufsfalle natürlich deutlich höher, und sie wachsen vor allem bei Altbauten deutlich. Bei Wohnungen, die vor 1960 entstanden sind und nun das erste Mal verkauft wurden, kletterte der Quadratmeterpreis von 4010 auf 4170 Euro. Vor zehn Jahren kostetet der Quadratmeter hier noch 2560 Euro. Nach Angaben der Stadtverwaltung hat man meistens Mietshäuser saniert und Eigentumswohnungen daraus gemacht. Der Stamm-Mieter muss sich ein anderes Zuhause suchen.

Im Markt der bebauten Grundstücke sank die Zahl der Verkäufe um ein Zehntel, während der Flächenumsatz um ein Fünftel auf rund 71 Hektar stieg, der Geldumsatz sogar um 37 Prozent auf etwa 500 Millionen Euro. Es werden also weniger Grundstücke verkauft, dafür aber größere und teurere.

Bei Erstverkäufen von Nach-Wende-Wohnungen ist die Steigerung von 3330 auf 3360 Euro fast unmerklich, aber deutlich zum Vergleichsjahr 2005, als nur 2080 Euro fällig waren. Der absolut höchste Kaufpreis je Quadratmeter Wohnung wurde mit 6370 Euro an der Wasserseite der Speicherstadt bezahlt. Wie groß diese Wohnung war, will die Stadt aus Datenschutzgründen nicht sagen. Ein frei stehendes Eigenheim ab dem Baujahr 1991 kostet im Schnitt 305 000 Euro inklusive Grundstück, eine Doppelhaushälfte 260 000 und ein Reihenhaus 275 000 Euro. Bei vermieteten Wohn- oder Gewerberäumen liegt die Rendite des Käufers bei 3,5 Prozent; Tendenz:leicht sinkend. Im Landkreis Potsdam-Mittelmark verdienen die Immobilienbesitzer 4,9 Prozent.

Am teuersten ist das Stadtzentrum von Potsdam, wo der Quadratmeter für Bauland im Sanierungsgebiet zwischen 450 und 790 Euro kostet. 200 bis 330 Euro kostet der Flächenmeter im Sanierungsgebiet von Alt-Babelsberg. Eigenheimgebiete in guter bis sehr guter Lage fordern dem Landkäufer 220 bis 450 Euro je Quadratmeter ab; in städtischen Randlagen sind das nur 30 bis 100 Euro.

Deutlich gestiegen ist offenbar das Interesse am Geschosswohnungsbau, also an Mietshäusern oder Stadtvillen mit mehreren Wohnungen. In guten bis sehr guten Lagen kostet der Meter dafür 350 bis 500 Euro, in mittleren Lagen 240 bis 380 Euro.

Potsdam hat immer weniger Bauland zu bieten. Die verkauften knapp 36 Hektar vom vergangenen Jahr waren ein Viertel weniger als im Jahr davor, trotzdem wurde pro Verkauf mehr Geld fällig.

Von Rainer Schüler

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