Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Gute Laune bei Shopping Queen in Potsdam
Lokales Potsdam Gute Laune bei Shopping Queen in Potsdam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:41 24.04.2018
Wer wird die erst Potsdamer Shopping Queen? Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Die Salamistulle muss mit. Ein Happen zwischendurch hält Leib und Seele zusammen. Und hoffentlich auch die Nerven, denn die braucht Claudia am Freitag ganz besonders. Am Freitag hält vor ihrer Haustür in Neuseddin (Potsdam-Mittelmark) ein knallpink lackierter Kleinbus mit Hannoveraner Kennzeichen. Was Claudia (31) blüht, wenn sie dort mit ihrer „ziemlich besten Freundin“ einsteigt und die Tür hinter sich zuzieht, hat sie hunderte Male im Fernsehen gesehen und nun auch aus erster Hand erfahren: von Luise (28) und Anika (36), von Luisa (29) und Cordelia (49). Von den Frauen, mit denen sie in dieser Woche um die Krone der legendären Shopping Queen kämpft.

Ende Juli 2017 in Potsdam: Der „Shopping-Queen“-Bus ist da. Der TV-Sender Vox dreht die neue Staffel der Kult-Sendung in Potsdam.

„Das allerallerallererste Mal in Potsdam

Endlich ist die Kultsendung in Potsdam angekommen. Mehr als 1000 Folgen haben sich Vox und die Produktionsfirma Constantin Entertainment Zeit gelassen. „Alle Städte sind schon durch“, sagt Claudia. „Das Beste kommt eben immer zum Schluss.“ Und manchmal auch zum Anfang, möchte man hinzufügen. Denn für das erste – oder wie Guido Maria Kretschmer sagen würde: für „das allerallerallererste Mal in Potsdam“ hat Vox eine wirklich kesse Bande zusammengetrommelt, die ganz nach dem Geschmack des Stardesigners sein dürfte: Die Pots-Damen sind quietschfidel und nicht auf den Mund gefallen, dazu stilsicher und allesamt sehr hübsch anzusehen. Obendrein verstehen sie sich prächtig. Dass sie sich noch nie zuvor begegnet sind: kaum zu glauben. Dass sie sich abseits von Kameras und Scheinwerferlicht noch einmal treffen wollen, scheint besiegelt – egal, wie die Sache hier ausgeht.

Der Bus der Busse ist vor der Metropolishall vorgefahren. Quelle: Friedrich Bungert

Ein Guido-Schrein im Wohnzimmer

Zunächst aber heißt es: Action! In der Metropolishalle am Filmpark Babelsberg ist das berühmte Shopping-Queen-Set aufgebaut. Abend für Abend schreitet hier eine andere Kandidatin auf dem strahlend-weißen Laufsteg auf und ab, um den Look zu präsentieren, den sie tagsüber geshoppt hat. Am Mittwoch war Cordelia aus Babelsberg an der Reihe: Büroleiterin, verheiratet, Mutter und Shopping-Queen-Fan der ersten, Pardon: der allerallerallerersten Stunde. Mit Tochter Célina als Shoppingbegleitung „auch nur ein einziges Mal in diesem Bus zu sitzen“, ist für Cordelia an Drehtag Nummer 3 noch immer unfassbar. Das wissen auch die anderen Kandidatinnen und freuen sich mit ihr. Sie haben den Tag, an dem Cordelia durch die dauerverregnete City zu einer Boutique ihrer Wahl chauffiert wurde, in Cordelias Wohnung verbracht. Ihre Entdeckung: ein Guido-Schrein mit allem Pipapo – ein Überbleibsel von Célinas 18. Geburtstag, den Familie und Freunde als Shopping-Queen-Mottoparty zelebrierten. Am Ende der Feierlichkeiten überreichte Cordelias Gatte als Guido verkleidet nicht nur die Geschenke, sondern auch die Nachricht, dass seine Mädels mit ihrer Bewerbung im Casting eine Runde weiter sind. „Schon das war wie ein Traum“, sagt Cordelia. Als die finale Zusage kam, hätte sie vor Aufregung dann aber doch beinahe einen Rückzieher gemacht: „Aber jetzt gibt’s kein Zurück mehr.“ Für die Dreharbeiten hat sie kurzerhand den Sommerurlaub storniert: „Mein Mann hat gesagt: Der Guido kommt nie wieder. – Recht hat er: Wann hat man so ein Erlebnis schon mal?“

Ein Tänzchen im Regen: Luise, Anika, Luisa und Claudia (v.l.) schäkern mit der Kamera und verkürzen so das Warten auf Cordelia und das pinke Shopping-Mobil. Quelle: Friedrich Bungert

„Rattenscharfes“ Outfit

Fünf Frauen, fünf Shoppingtage, ein Motto. Für Potsdam lautet das: „Heavy Metal – glänze mit deinem neuen Metallic-Teil!“ Was Cordelia aus dem Motto gemacht hat, soll hier nicht verraten werden. Nur so viel: Mit ihrem Look raubt sie ihren Mitstreiterinnen schier den Atem. „Rattenscharf!“, schnurrt Claudia, die sich nun besonders gefordert sieht, es aber gelassen angehen will: „Das ist dein Walk – da kannst du dich fallen lassen, denn du kannst ja eh nix mehr ändern.“

Applaus, Applaus: Luise, Anika, Luisa und Claudia (v.l.) feuern Cordelia an, die in diesem Augenblick den Laufsteg betritt. Wird die erst Potsdamer Shopping Queen? Quelle: Friedrich Bungert

Anika und Luise, die schon dran waren, bestätigen das. „Man mag die Mäuse alle und will ihnen gefallen – da vergisst man die Kamera ganz schnell“, sagt Anika. „Aber es geht einem schon die Pumpe – der Laufsteg ist das persönliche kleine Finale.“ – „Der Walk gibt einem den Kick“, sagt Luise. Dabei ist ihr das Laufsteggefühl vertraut. Vor zwölf Jahren hat sie bei der ersten Staffel Germanys Next Top Model mitgemacht, für die sich mehr als 11 000 Mädchen beworben hatten: Lena Gercke gewann, Luise wurde Siebte. Trotz ihrer Erfahrung sei sie nach einem Drehtag, der es schon mal auf zwölf Stunden bringt, knülle, vor allem wegen der Eindrücke.

Ein Tag, den sie nie vergessen wird in ihrem Leben: Cordelia betritt den Laufsteg – ihr Outfit bleibt bis zur Ausstrahlung der Potsdam-Staffel geheim. Quelle: Friedrich Bungert

Lob für Potsdam vom Filmteam

Während Cordelia „total happy“ ihre Runden auf dem Catwalk zieht und Tochter Célina beim Filmen mit dem Handy ein Freudentränchen wegblinzelt, sitzt Realisatorin Anna Pauli ein paar Meter vom funkelnden Geschehen entfernt im Halbdunkel der riesigen Halle und checkt auf zwei Monitoren, ob die Kandidatinnen gut rüberkommen, ob das Licht richtig gesetzt ist, welche Kamerabewegungen es noch geben muss, welche Statements. Der Dreh in Potsdam, sagt sie, werde auch dem Team in Erinnerung bleiben. „Die Potsdamer sind sehr freundlich und unheimlich sympathisch. Die Stadt ist pittoresk und es gibt viele süße, kleine Läden mit ganz tollen Sachen.“ Ein paar dieser Sachen darf Cordelia nun mit heim nehmen. Umziehen mag sie sich aber nicht noch mal – lieber schnell mit der Tochter und dem Mann auf eine Weinschorle ins Lieblingsrestaurant. In der Garderobe streift sie die Schuhe von den Füßen. „Es ist schon stressig – aber schön stressig“, seufzt sie. „Man stürzt von einem Moment in den anderen. Das war ein bewegender Tag – ein unglaublich schöner Tag. Den werd ich nie vergessen in meinem Leben.“

Der Kampf um die Krone

Shopping Queen ist eine Styling-Doku und wird seit Ende Januar 2012 auf Vox ausgestrahlt. Die Sendung läuft montags bis freitags um 15 Uhr und ist seit Beginn an ein ungebrochener Quotenerfolg.

Die Sendung zieht jede Woche in einen andere Stadt, um deren Shopping Queen zu krönen. Fünf Kandidatinnen treten gegeneinander an. Jede bekommt 500 Euro und muss davon innerhalb von vier Stunden ein komplettes Outfit kaufen, sich frisieren und schminken lassen. Dabei ist in jeder Stadt ein anderes Motto vorgegeben.

Bewerben können sich für die Sendung Frauen aus ganz Deutschland, mitunter auch Männer und Paare. Die Kleidergröße ist egal. Wer mindestens 18 Jahre alt ist und Interesse hat, meldet sich per E-Mail bei shoppingqueen@constantin-entertainment.de

Von Nadine Fabian

Potsdam „Blue Whale Challenge“ - Handy-Suizidspiel erreicht Potsdam

Die „Blue Whale Challenge“ ist gefährlich, obwohl niemand weiß, ob es sie wirklich gibt. Potsdam ist die erste Stadt im Westen Brandenburgs, in der nun die Polizei eingeschaltet wurde.

31.07.2017

Potsdam ist die schönste Stadt, das ist doch klar, aber finden das die Menschen da draußen auch? Wer und wie viele kommen jährlich eigentlich, um unsere Stadt zu besichtigen. Heute erfahren wir es. Wird aber schwer, die Vorjahresbilanz zu toppen. Ähnlich geht es der Stadt der Kinder – ist sie nicht jedes Jahr die schönste, die es je gab? Heute wird ihr das Stadtrecht verliehen.

28.07.2017

Potsdamer Verkehrsadern sind „großflächig sanierungsbedürftig“. Der Investitionsbedarf liegt nach Schätzung der Verwaltung bei mehr als 60 Millionen Euro. Es gibt also viele potenzielle Kandidaten für die MAZ-Aktion „Schlechteste Straße in Potsdam“.

27.07.2017