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Potsdam Gute Stimmung bei der Stadt für eine Nacht
Lokales Potsdam Gute Stimmung bei der Stadt für eine Nacht
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00:17 03.07.2018
Wie wäre es mit einer neuen Frisur? Die „Osadia“-Haarkunsttruppe stylte das Publikum. Quelle: Christel
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Potsdam

„Das ist vielleicht die wichtigste Unterschrift ihres Lebens“, sagt der Standesbeamte zu Doreen Bode (47) und Gerd Heinke (55). Sie hat einen Schleier aufgesetzt, er trägt einen klassischen Zylinder auf dem Kopf.

Neunter Anlauf für die „Stadt für eine Nacht“. 24 Stunden läuft die neunte Auflage des Potsdamer Kulturfestivals, diese Mal unter dem Motto „Licht an“. Bis zu 30.000 Besucher werden erwartet.

Insgesamt 26 Hütten am Wochenende

Das Paar aus Jüterbog steht in der Potsdamer Schiffbauergasse in der Kapelle der Erleuchtung und hat sich soeben das „Ja-Wort“ gegeben – zumindest für 24 Stunden.

Die Kapelle der Erleuchtung ist eine der insgesamt 26 Hütten, die sich von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 14 Uhr bei der Stadt für eine Nacht (SFEN) präsentieren. Das Motto in diesem Jahr lautete „Licht an!“. Das passt – findet Nora Fritz (33) vom Rechenzentrum, die die Idee zur Kapelle der Erleuchtung hatte.

„Es ist das gesamte Paket Las-Vegas-Liebe. Ich wollte etwas machen, das die Menschen verbindet“, sagt sie. Zahlreiche Gäste kamen am Wochenende zu der neunten Auflage des 24-Stunden-Kulturfestivals, um über Potsdams Lieblingskiez zu flanieren.

Genau 110 Programm-Punkte werden den Besuchern von Samstag 14 Uhr, bis Sonntag 14 Uhr, geboten. Auf dem Gelände zwischen Schirrhof, Kai, Waschhaus und Hans-Otto-Theater herrschte reges Treiben. Jochen der Elefant – die lustige Figur auf dem Rad plapperte munter drauf los und begeisterte zahlreiche Kinder.

Neunter Anlauf für die „Stadt für eine Nacht“. 24 Stunden läuft die neunte Auflage des Potsdamer Kulturfestivals, diese Mal unter dem Motto „Licht an“. Bis zu 30.000 Besucher werden erwartet.

Staunend fragten die kleinen Besucher „Woher weiß er so viel?“ oder „Wie macht er das?“. Im Hintergrund zog Figurenspieler Matthias Trautmann die Fäden. Auch auf dem Hof zwischen Fluxusmuseum, Schinkelhalle und T-Werk bot sich ein buntes Programm. So lief das Friseur-Animations-Spektakel „Osadia“ aus Spanien in pompösen Kostümen über den Platz und stylte das Haar der Besucher.

Das Sicherheitskonzept, das die Macher bereits im letzten Jahr umgesetzt hatten, bewährte sich auch in diesem Jahr. „Bisher ist alles sehr ruhig – die meisten Anrufe, die ich bekomme, sind zu Park-Genehmigungen“, sagt Projektleiterin Juliane Höpfner, die das Fest rund um die Uhr betreut.

Einen kleinen Slot von fünf Stunden hat sie sich später zum Schlafen eingeplant, sagt sie. Dann springt eine Kollegin für sie ein. „Mal gucken, ob ich überhaupt zur Ruhe komme“, sagt sie.

Neunter Anlauf für die „Stadt für eine Nacht“. 24 Stunden läuft die neunte Auflage des Potsdamer Kulturfestivals, diese Mal unter dem Motto „Licht an“. Bis zu 30.000 Besucher werden erwartet.

Zum Abend, wenn die Partygäste auf das Gelände strömen, sollen die Sicherheitskräfte noch verstärkt werden. Insgesamt habe man die Sicherheitsvorkehrungen in den letzten Jahren deutlich erhöht. Waren es im Jahr 2015 noch 140 000 Euro, mit denen die Stadt das SFEN gefördert hat, sind es in diesem Jahr 20 000 Euro mehr.

„Wir möchten ein friedliches Fest gewährleisten“, sagt Birgit-Katharine Seemann, Leiterin des Fachbereichs Kultur und Museum bei der Stadt Potsdam.

Von Anne Knappe

Seit 14 Uhr läuft die diesjährige „Stadt für eine Nacht“. 24 Stunden läuft die neunte Auflage des Potsdamer Kulturfestivals, diese Mal unter dem Motto „Licht an“. Bis zu 30.000 Besucher werden erwartet.

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