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„Hackathon“ am HPI

Computerwettbewerb „Hackathon“ am HPI

100 Hacker aus der ganzen Welt traten am Wochenende am Potsdamer HPI zum Programmiermarathon an. Es ging um geniale Ideen zur Gesundheit. Am Ende hatte ein heimisches Team die Nase vorn.

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Die Sieger Jonas Pohlmann, Jan Mattfeld, Louis Kirsch, Markus Petrykowski (v.L.)

Quelle: Foto: HPI

Babelsberg. Dafür, dass sie die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag durchprogrammiert hatten, sahen sie am Nachmittag um vier noch erstaunlich fit aus. 100 Teilnehmer, davon 40 aus dem Ausland, hatten am Wochenende am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) bewiesen, dass bei ihnen eine Nacht genügt, um ein überzeugendes Computer-Programm mit gesundheitswirtschaftlicher Anwendung vorzulegen. Gewonnen hatte schließlich das Team „Symptom Diary“. Die vier HPI-Studenten Jonas Pohlmann, Markus Petrykowski, Louis Kirsch und Jan Mattfeld haben eine Anwendung entwickelt, mit der Patienten ihre Medikation, ihre Symptome und ihr Wohlbefinden mithilfe von Amazons digitaler Assistentin Alexa langfristig dokumentieren können.

„Hackathon“, also ein Marathonlauf für Hacker, heißt das Format, das die Potsdamer Softwareschmiede schon zum zweiten Mal veranstaltete. Die 100 studierenden Teilnehmer waren nicht nur aus dem Bundesgebiet, sondern aus der ganzen Welt angereist. Das Ziel der aus drei oder vier Köpfen gebildeten Kleingruppen: Entweder eines der sieben gestellten Probleme aus dem Gesundheitswesen mit einem schlauen Programm zu lösen – oder sich eine eigene Aufgabe auszudenken und am Ende der fünfköpfigen Jury vorzulegen. Neben Programmierern beteiligten sich auch Mediziner, Psychologen und Fitness-Trainer an dem Wettbewerb.

Der Sponsor SAP hatte zum Beispiel den Teilnehmern erklärt, dass über all die Jahre, da es schon Computer und Überwachungssysteme gibt, ungeheure Mengen an individuellen Daten angefallen seien. Das Problem: Wie fasst man solche Gesundheitsdaten zusammen und stellt sie visuell so dar, dass ein Nutzer den größten Gewinn daraus zieht? Das Pharma-Unternehmen Pfizer wollte wissen, mit welchen Systemen die Entwicklung kleiner Kinder am besten erfasst wird. Dass der Wettbewerb dabei die Nacht durchging, ist der besondere Clou eines „Hackathon“, der in den USA schon längst ein etablierter Sport ist. „Es ist eben so, dass Informatiker gerne in der Nacht arbeiteten“, sagt die 22-jährige Ann Katrin Kuessner, die zusammen mit ihren Kommilitonen der Gruppe HPI Connect-Klub den Wettbewerb organisiert hat.

Von Rüdiger Braun

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