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Halbe Million Euro für Floßpiraten

Potsdamer Kulturareal bekommt einen neuen Spielplatz Halbe Million Euro für Floßpiraten

Auf dem Kulturareal in der Schiffbauergasse entsteht aktuell das neue Spielparadies „Floßpiraten“. Der Sanierungsträger Potsdam investiert fast eine halbe Million Euro. Knapp 400 000 Euro kommen von Land und Bund. Ende Juni soll der Spielplatz fertig sein.

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Petra Runge, Bert Nicke und Nadine Ryslavy (v.l.) von der Pro Potsdam nehmen die Spielplatzmodelle in Augenschein.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Berliner Vorstadt. Die ersten Arbeiten im Auftrag des Sanierungsträgers Potsdam haben begonnen. Gerade bereiten Baufahrzeuge den Boden zwischen der Fabrik und dem Fluxus-Museum für den Spielplatz rund um das Thema „Wasser“ vor.

Ab April sollen dann bereits die ersten Geräte aufgebaut werden. Designer Tilman Stachat hat die Modelle entworfen. „Bisher findet an dem Standort nur alles drin statt – das wollten wir ändern,“ sagt Nadine Ryslavy vom Sanierungsträger. „Mit dem Spielplatz möchten wir den Standort beleben, er soll attraktiver werden und vor allem neue Besucher zum Verweilen einladen“, ergänzt Geschäftsführer Bert Nicke.

1200 Quadratmeter Fläche für die Kinder

Die insgesamt etwa 1200 Quadratmeter große Fläche wurde unter der Beteiligung von Kindern gestaltet. Sie seien schließlich die Experten, in Sachen Spielplätze. Dazu konnten rund 30 Kinder mit ihren Eltern im März letzten Jahres ihre Wünsche bei einem Ideen-Workshop im Fluxus-Museum äußern und das Gelände erkunden. Durchgeführt wurde er vom Kinder- und Jugendbüro des Stadtjugendrings. „Wir konnten bereits bei anderen Projekten sehr positive Erfahrungen mit der Beteiligung von Kindern sammeln,“ erzählt Petra Runge, Bereichsleiterin Hochbau vom Sanierungsträger. „Und sie sind schließlich auch die künftigen Nutzer.“ Alle Ideen der Beteiligungsaktionen wurden dann vom Sanierungsträger, den beauftragten Landschaftsarchitekten und der Stadtverwaltung Potsdam auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.

Wasserschlange zum Klettern

Wasserschlange zum Klettern.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Ziel sei es, mit dem Spielplatz viele Kinder unterschiedlicher Altersklassen anzusprechen. So werden nun drei Holzflöße auf dem Spielplatz errichtet. Eines wird mit einem Wasserspiel mit Handpumpe ausgestattet, für die Kleinsten wird es ein zweites Floß als Piratennest mit Häuschen und einer Minirutsche geben. Das dritte Floß ist als Trampolin geplant. Daneben wird ein rund sechs Meter hohes Wipfelhaus mit Röhrenrutsche und Kletternetz sowie ein Torhaus zum Klettern gestaltet, von wo die Kinder einen herrlichen Ausblick auf die Havel haben. Auch der Wunsch der Kinder nach einer Tunnelhöhle wurde mit der riesigen Wasserschlange zum Reinklettern umgesetzt.

Sanierungsgebiet Schiffbauergasse

Der Sanierungsträger beauftragte 2016 eine Machbarkeitsstudie, die eine Grundlagenermittlung zu Standorten, Altersgruppen der Nutzer und Kosten der Spielflächen beinhaltete. Im September 2016 wurde ein Fragebogen verteilt, er ging an die Anlieger und die nahe Kita „Zauberstein“.

Der Spielplatz ist Teil des abschließenden Umsetzungsplans für das Sanierungsgebiet Schiffbauergasse.

Am 5. Mai 2018 soll es zum Tag der Städtebauförderung eine Ausstellung zum Sanierungsgebiet Schiffbauergasse geben.

Zudem gibt es viel Grün, Sand und eine Hecke zum Verstecken. Das Kinder- und Jugendbüro des Stadtjugendrings freut sich über die Aktivitäten. „Nach dem Spielplatz-Ideenworkshop vor genau einem Jahr sehen wir, dass die Ideen der Kinder sich sehr intensiv darin widerspiegeln“, sagt Manuela Neels vom Büro. Das daneben liegende Beachvolleyballfeld wird im Zuge der Arbeiten erneuert. Zwischen dem Sportfeld und dem Spielplatz soll ein langer Holzsteg zum Verweilen einladen.

Modell eines Floßes

Modell eines Floßes.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Knapp 400 000 Euro kommen von Land und Bund.

Fast eine halbe Million Euro investiert der Sanierungsträger nach eigenen Angaben. Knapp 400 000 kämen von Land und Bund. Der Rest sei aus dem städtischen Haushalt. Dieser Betrag überrasche nicht. Er sei von Beginn an, als das Projekt vor anderthalb Jahren startete, auch kalkuliert worden. „Es sind eben sehr aufwendige Konstruktionen. Die Höhe des Wipfelhauses entspricht z. B. fast einem Einfamilienhaus – da sind entsprechende stabile Fundamente nötig“, erklärt Runge.

Verantwortlich für die hohen Kosten seien auch die Bodenuntersuchungen und die aufwendige Verkehrssicherung. „Es ist wichtig, dass sich keiner verletzt.“ Zudem sollen die Geräte auch wartungsarm und robust sein. Sofern das Wetter mitspiele, soll der Spielplatz spätestens zur „Stadt für eine Nacht“ am 30. Juni fertig sein.

Von Anne Knappe

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