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Handy-App soll Potsdamer warnen

Wenn der Ernstfall eintritt Handy-App soll Potsdamer warnen

Nach dem Axt-Attentat in Würzburg, dem Amoklauf in München und dem Anschlag in Ansbach geht auch in Potsdam eine Frage um: Wie warnen die Behörden in der Landeshauptstadt Bürger und Besucher im Katastrophenfall? Die Stadt teilt nun mit, dass sie auf die Handy-App Nina setzt. Diese funktioniert in Potsdam allerdings noch nicht.

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Im Notfall warnt Nina Bürger und Besucher der Stadt.

Quelle: Archiv

Potsdam. Nach den Ereignissen der vergangenen Woche, nach dem Axt-Attentat in Würzburg, dem Amoklauf in München und dem Anschlag in Ansbach wird auch in Potsdam eine Frage laut: Wie warnen die Behörden in der Landeshauptstadt Bürger und Besucher im Katastrophenfall?

„Die Landeshauptstadt hat sich für Nina und damit für das offizielle Warnsystem des Bundes entschieden“, sagt Stadtsprecher Jan Brunzlow. Diese Entscheidung sei bereits vor Monaten gefallen und habe mit der aktuellen Nachrichtenlage nichts zu tun. Die Überlegungen zur Krisenkommunikation reichen noch weiter zurück: Schon im Jahr 2013 hatte sich die Landeshauptstadt damit beschäftigt, wie im Ernstfall möglichst viele Potsdamer zu erreichen sind. Damals war das System Katwarn – wie Nina eine Handy-App – im Gespräch. Katwarn fiel aber durch, weil das Land Brandenburg für seine Kommunen ein einheitliches System anstrebte. Das wird nun Nina.

Egal, ob Hochwasser, Großbrand oder Amoklauf – was bisher Radio, Fernsehen und mancherorts noch Sirenen vorbehalten war, wird nun zunehmend aufs Handy verlagert, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde. Vor einem Jahr hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) seine Notfall-Informations- und Nachrichten-App (Nina) präsentiert. Nina sammelt amtliche Warnmeldungen von Bund und Ländern, hinzu kommen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes und andere wichtige Informationen. Allerdings: „Für Potsdam funktioniert Nina noch nicht“, sagt Brunzlow. Derzeit laufe die Feinabstimmung mit den Leitstellen des Landes und dem Innenministerium. Zudem überarbeitet die Stadt gerade ihren Katastrophenschutzplan. Auch das geschieht laut Brunzlow turnusgemäß und von den aktuellen Ereignissen unabhängig. Die Stadtverordneten sollen die Novelle Ende des Jahres beschließen.

Derweil bahnt sich in Potsdam nach der Feuerwerkersinfonie am Wochenende die nächste Großveranstaltung an. Am Samstag steigt die 12. Erlebnisnacht, ein Familienfest, bei dem sich von 15 bis 1 Uhr Zehntausende in der City amüsieren. „Selbstverständlich sind wir alle von den jüngsten Nachrichten betroffen“, sagt Gitty Oeckel, Veranstalterin und Geschäftsführerin der P3 Projekt GmbH. „Wir haben uns aber entschieden, die Erlebnisnacht dennoch stattfinden zu lassen.“ Wie für andere Großveranstaltungen auch sei ein Sicherheitskonzept vorzulegen. „Wir stehen zudem mit allen Behörden – mit der Landeshauptstadt, der Polizei und der Feuerwehr – in engem Kontakt“, so Gitty Oeckel. „Dass uns in diesem Jahr allen ein wenig die Leichtigkeit abgeht, ist klar. Die Erlebnisnacht ist aber eine so besondere Veranstaltung mit einer so besonderen Stimmung – das lassen wir uns von niemandem nehmen.“

Von Nadine Fabian

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