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Potsdam Hans-Joachim Giersberg ist tot
Lokales Potsdam Hans-Joachim Giersberg ist tot
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18:57 30.04.2014
Hans-Joachim Giersberg Quelle: Christel Köster
Potsdam

Hans-Joachim Giersberg ist tot. Der Potsdamer und Rheinsberger Ehrenbürger und Träger des Verdienstordens des Landes Brandenburg ist am Dienstag im Alter von 76 Jahren gestorben. "Das ist ein schwerer Schlag für Potsdam", sagte Stadtsprecher Stefan Schulz. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). fügte hinzu: "Wir verlieren einen warmherzigen Menschen, der sich mit Leidenschaft und Verstand um die Entwicklung der Landeshauptstadt Potsdam sowie der Schlösser und Gärten in unserer Kulturlandschaft verdient gemacht hat", sagte

"Ohne sein Wirken wäre Sanssouci heute nicht, was es ist", würdigte auch der heutige Generaldirektor Hartmut Dorgerloh seinen Vorgänger. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, Giersberg sei "die Zusammenführung der in dreihundertjähriger Bautätigkeit entstandenen Gebäude und der mit ihnen künstlerisch und architektonisch eng zusammenhängenden Parklandschaften zu danken".

Giersberg war seit 1964 in Potsdam für die Schlösserstiftung aktiv und von 1995 bis 2001 sogar Generaldirektor der fusionierten Schlösserstiftung Berlin-Brandenburg. Sein Ziel war es,  „den Schlössern ihre eigene Identität wiederzugeben und den Besuchern eine geschichtliche und kunstgeschichtliche Reise vom 16. bis zum 20. Jahrhundert [zu] ermöglichen”.

Gerne hätte er "seine" Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg geordnet übergeben. Doch Krankheit machte ihn 2001 zum Generaldirektor a. D., das Konsolidieren und Reformieren musste er seinem Nachfolger Hartmut Dorgerloh überlassen.

Der gebürtige Schlesier war 1964, nach seinem Kunstgeschichtsstudium in Berlin, als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Sanssouci angetreten. 1978 wurde er Schlösserdirektor und übernahm nach der Wiedervereinigung schließlich die Leitung der fusionierten Schlösserstiftung Berlin-Brandenburg.

Seine wohl wichtigste Tat war die Rettung des nach 40 DDR-Jahren desolaten Hohenzollern-Erbes. Er brachte die Schlösser über die Wende, überführte deren Ost- und Westverwaltungen 1995 in die gemeinsame Stiftung und arrondierte diese nach außen. Ein Job, den er mit altfritzischer Strenge erledigte: Auf 31 Museumsschlösser erhöhte er den Stiftungsbesitz.

Giersberg, scherz- und liebevoll "Hans-Joachim I." genannt, empfing nicht nur Queen Elizabeth oder Hollands Königin Beatrix, sondern holte 1991 auch den Sarg Friedrichs des Großen wieder heim. Dass US-Präsident Bill Clinton 1998 im Schloss Sanssouci dinieren durfte, hatte er hingegen nur zähneknirschend gestattet.

Denn Giersberg ging es immer und zuallererst um Substanzerhalt, egal, ob er in Potsdam, Rheinsberg oder Paretz "zugriff". Dass er in Sachen Marketing leidenschaftsloser gewesen ist, war insofern verzeihlich, als er überhaupt erst zusammengeholt hat, was jetzt „vermarktet“ werden kann.

MAZonline

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