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Potsdam Hantel-Attacke: Opfer ist gestorben
Lokales Potsdam Hantel-Attacke: Opfer ist gestorben
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02:16 01.05.2017
Justitia Quelle: dpa
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Potsdam

Die dreifache Mutter, die im Sommer 2013 von ihrem Ehemann in der gemeinsamen Wohnung am Schlaatz mit einer 16,5-Kilogramm-Hantel ins Wachkoma geprügelt wurde, ist tot. Ihre Schwester teilte der MAZ am Freitagabend mit, dass Ping D. am 6. April in einer Klinik Forst (Spree-Neiße) gestorben ist.

Der Fall war unfassbar grausam: Die Ehe des damals 33-jährigen Potsdamer Geophysik-Studenten Ronny H. und seiner vier Jahre älteren aus China stammenden Frau war seit Längerem zerrüttet. Täglich kam es zu Streit und zu körperlichen Übergriffen. Einmal schlug Ronny H. seiner Frau so hart ins Gesicht, dass er sich selbst dabei verletzte. Als Ping D. im Jahr 2011 nach einem Besuch in China die beiden jüngsten Kinder bei ihren Eltern zurückließ, weil sie meinte, dass sie dort besser aufgehoben seien, spitzte sich die Lage weiter zu. So schleuderte Ronny H. einen Sechs-Liter-Topf kochender Suppe nach seiner Frau. Sie erlitt im Gesicht, an Hals, Schultern und Armen schwere Verbrennungen und kam mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallklinikum. Wenig später drohte H., ihr beide Augen auszustechen.

Trotz allem blieb Ping D. bei ihrem Mann – vorerst. Im Juni 2013 zeigte sie ihn schließlich an. H. musste aus der Wohnung ausziehen. Nach einem Termin im Jugendamt, bei dem Trennungsformalitäten besprochen wurden, gerieten die entzweiten Eheleute erneut aneinander: Insgesamt acht Mal warf Ronny H. seiner Frau die massive Hantel auf den Kopf – vor den Augen der beiden älteren Kinder. Er habe sie „von dieser schrecklichen Mutter befreien wollen”, gab er später zu Protokoll. Ping D. erlitt bei der Attacke schwerste Hirnschäden und lag seither im Wachkoma – ein Pflegefall.

Ronny H. gab vor Gericht zu, dass er seine Frau töten wollte. Er zeigte bei der Verhandlung vor der vierten großen Strafkammer des Potsdamer Landgerichts – damals im Jahr 2014 noch unter Vorsitz von Richter Frank Tiemann – keinerlei Reue und auch kein Mitleid mit seiner Frau. Seine mehr als fünfstündige Aussage beurteilte selbst der erfahrene Richter als „besonders abgebrüht”.

Das Landgericht verurteilte Ronny H. wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerer und gefährlicher Körperverletzung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Die Verteidigung hatte auf versuchten Totschlag und auf sechs Jahre Freiheitsstrafe plädiert.

Ping D.s Vater und ältere Schwester waren zu den Prozesstagen um die halbe Welt gereist. Es schmerze sie so sehr, nun Lebewohl zu sagen, schrieb Yang D. der MAZ: „Meine geliebte Schwester, wir werden dich ewig im Herzen tragen.“

Von Nadine Fabian

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