Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Potter-Ausstellung verzaubert die Fans
Lokales Potsdam Potter-Ausstellung verzaubert die Fans
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:15 14.10.2018
Harry Potter Fan Anne Schwarz (27) aus Potsdam wird vom sprechenden Hut ihrem Wunsch-Haus Slytherin zugeordnet. Quelle: ernd Gartenschläger
Potsdam

Über den eigenen Charakter zu urteilen ist gar nicht so einfach. Man neigt dazu, die positiven Seiten ein wenig zu überschätzen und kleinere Fehler großzügig zu übersehen. Zum Glück gibt es in Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei, den Sprechenden Hut. Er kann tief in die Seele eines Menschen blicken und weiß genau, wie jemand wirklich ist: Loyal oder scharfsinnig, mutig oder gerissen? Anne Schwarz (27) aus Potsdam ist genauso aufgeregt wie die Film-Erstklässler rund um Harry Potter. Was wird der Hut wohl sagen, wo wird er sie hinstecken? „Slytherin“, verkündet der Hut und Anne Schwarz ist zufrieden. „Das sehe ich selbst genauso“, sagt die Tätowiererin. „Ich bin nicht immer nur nett und halte mich nicht so gern an Regeln, ich hätte mich selbst auch als Slytherin eingeschätzt.“

Isabell (27), Elsa (9) und Konstanze (29) haben Karten für den Vorabbesuch der Ausstellung gewonnen Quelle: Bernd Gartenschläger

Slytherin, das ist eines der vier Häuser von Hogwarts. Aber das muss man hier in der Caligari-Halle wirklich niemandem erklären. Hunderte Fans haben bei einem Foto-Wettbewerb Vorab-Tickets für die am Sonnabend startende Harry-Potter-Ausstellung gewonnen. Viele kommen kostümiert, in ihren langen, schwarzen Schulumhängen kommen sie in der Warteschlange ins Schwitzen.

Vor lauter Aufregung aus der Wohnung ausgesperrt

Anne Schwarz muss nicht anstehen. Als MAZ-Potter-Superfan darf sie vor allen anderen in die Halle – und zwar ganz allein. „Das ist absolut unglaublich“, sagt sie. „Ich war so nervös heute, dass ich mich sogar aus meiner Wohnung ausgeschlossen habe.“ Als „echte“ Hexe würde sie einfach „Alohomora“ sagen, so muss wohl der Schlüsseldienst ran. „Aber das ist jetzt egal“, sagt Anne Schwarz.

Die Türen der Harry-Potter-Ausstellung in Potsdam-Babelsberg öffnen erst am Sonnabend, wir haben einen ersten Blick hinein geworfen.

Sie ist im Potter-Universum. Die Fette Dame, die den Gryffindor-Turm – ein weiteres Hogwarts-Haus – bewacht, das Verschwindekabinett, der Schlafsaal, in dem Harry und Ron Weasley übernachten: Anne Schwarz weiß gar nicht, wo sie zuerst hinsehen soll. Das Beste für den Fan sind die vielen Details. „Das Drachen-Ei in Hagrids Hütte bewegt sich und knackt, als ob es gleich ein Drachenbaby schlüpft“, sagt sie, „es steckt so viel Liebe in dieser Ausstellung, das merkt man einfach.“

Viele Fans kamen in Kostümen, so auch Victoria (20) und Katharina (23) Quelle: Bernd Gartenschläger

Anne Schwarz ist seit ihrer Kindheit im Potter-Fieber. „Ich habe das erste Buch zu meinem zehnten Geburstag bekommen und vorher ehrlich gesagt nie gelesen“, erinnert sie sich. Doch der junge Zauberer änderte das. „Meine Mutter war vollkommen fasziniert, dass ich auf einmal so ein dickes Buch einfach durchlese, für sie war das wirklich wie Zauberei“, sagt Anne Schwarz.

Potter in Potsdam

Zusammen mit den Hogwarts-Schülern wurde sie erwachsen, sah die Filme und ist bis heute Fan geblieben. „Am meisten fasziniert mich diese durchdachte Welt und dass sie immer düsterer wird.“ Anne Schwarz ist sicher: Diese Ausstellung wird sie sich noch ein zweites Mal ansehen. Dann eben gemeinsam mit anderen Fans.

Von Saskia Kirf

Smartphone können im Unterricht zum Schummeln missbraucht werden. An einigen Schulen dürfen diese nicht gebraucht werden – auch um Ablenkung zu vermeiden. Karen Pölk, Schulleiterin des Potsdamer Voltaire-Gesamtschulcampus, setzt Smartphones dagegen im Unterricht ein.

14.10.2018

Am früheren Tram-Depot in der Potsdamer Heinrich-Mann-Allee ist die dritte Bombe seit Anfang August entschärft worden. Jede Entschärfung zog eine größere Evakuierung mit sich. Doch in der Innenstadt könnte es dagegen noch viel schlimmer kommen.

13.10.2018

Die Potsdamer Stadtverwaltung erwartet eine zunehmende Zweckentfremdung von Wohnraum, insbesondere von günstigen Wohnungen. Das Land beabsichtigt eine neue Regelung, die es der Stadt ermöglicht, die Fremdnutzung einzuschränken.

10.10.2018