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Haus am Lehnitzsee wieder im Gespräch

Potsdam sucht weitere Flüchtlingsunterkünfte Haus am Lehnitzsee wieder im Gespräch

Die Landeshauptstadt prüft die Einrichtung weiterer Flüchtlingsunterkünfte. Neben einem Neubau an der Sporn-/ Ecke Dortustraße und einem Miethaus an der Berliner-/Ecke Behlertstraße ist die erneute Prüfung eines Mehrzweckhauses am Lehnitzsee angekündigt. Das Sozialdorf Lerchensteig soll um einen Container erweitert werden.

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Das Mehrzweckgebäude neben der Villa Adlon in Neu Fahrland ist erneut als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch.

Quelle: Rainer Schüler

Potsdam. Die Stadt prüft die Einrichtung weiterer Unterkünfte für Flüchtlinge. Nach Mitteilung von Sozialdezernentin Elona Müller-Preinesberger (parteilos) hat die Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam der Stadt angeboten, ein Haus an der Sporn-/Ecke Dortstraße zu errichten. Das Grundstück war von der Stiftung zuvor schon als Platz für ein zentrales Depot für das Potsdam-Museum angeboten worden. Zur Miete angeboten wurde der Stadt laut Müller-Preinesberger zudem ein Haus an der Berliner-/Ecke Behlertstraße.

Geprüft werde erneut die Nutzung des Mehrzweckgebäudes neben der Villa Adlon am Lehnitzsee, das bereits 2013 als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch war. Nach zwei einander widersprechenden Gutachten zu einer angeblichen Asbestbelastung des Hauses soll laut Müller-Preinesberger zunächst eine weitere Untersuchung dazu in Auftrag gegeben werden. Geprüft werde außerdem die Erweiterung der Flüchtlingsunterkunft im Sozialdorf Lerchensteig um einen Container mit 24 Plätzen.

Um Plätze in den Flüchtlingsunterkünften freizubekommen, sollen verstärkt Wohnungen für Flüchtlinge bereitgestellt werden. Im Hauptausschuss kündigte die Dezernentin an, dass die Stadt dafür in diesem und dem kommenden Jahr insgesamt 300 Wohnungen anmieten werde. Erste 40 Wohnungen seien ihrem Geschäftsbereich bereits von der städtischen Bauholding Pro Potsdam angeboten worden. Auch bei den mittelfristig geplanten Wohnungsneubauten auf städtischen Garagengrundstücken empfiehlt Müller-Preinesberger ähnlich wie jetzt schon in der Grotrianstraße Am Stern eine teilweise Nutzung für Flüchtlinge.

Die Anzahl der Potsdam für dieses Jahr zugewiesenen Flüchtlinge hat sich unterdessen weiter erhöht. Aktuell geht die Stadt nach Angaben der Dezernentin von 980 Menschen aus. Anfang Mai war noch von 700 bis 760 Flüchtlingen die Rede. 324 Flüchtlinge seien in diesem Jahr bereits nach Potsdam gekommen. Nach den aktuellen Sollzahlen fehlten in Potsdam 275 Plätze, so Müller-Preinesberger. Dabei sei die Kapazität der Unterkünfte in Groß Glienicke, in der David-Gilly-Straße und am Horstweg bereits mit eingerechnet, die voraussichtlich im Laufe des Jahres eröffnet werden sollen.

Erweitert werden soll laut Müller-Preinesberger das Angebot von aktuell fünf Willkommensklassen. Derzeit würden in Potsdam 74 Flüchtlingskinder zwischen sieben und zwölf Jahren in Grundschulen, weitere 26 Kinder zwischen 13 und 18 Jahren in weiterführenden Schulen unterrichtet.

Für eine geringfügige Entlastung sorge neben der Vermittlung von Wohnraum aktuell die freiwillige Heimkehr vor allem serbischer Flüchtlinge.

Von Volker Oelschläger

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