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Hausaufgaben erledigt

Die Flure der Schulen sind in den Ferien gespenstisch leer – wären da nicht die Heinzelmännchen Hausaufgaben erledigt

Endlich Osterferien! Doch so sehr man sich auf die freien Tage gefreut hat, so blitzschnell sind diese auch schon wieder vorbei. Ein Gefühl, das nicht nur Schüler und Lehrer kennen, sondern vor allem eine Berufsgruppe, die fleißig im Hintergrund arbeitet: Hausmeister müssen ihre Hausaufgaben spätestens bis zum Schulbeginn am Montag erledigt haben.

POTSDAM / POTSDAM-MITTELMARK. .

Die Flure in der Kleinmachnower Steinweg-Grundschule sind gespenstisch leer. Weit und breit kein Jauchzen, kein Kreischen, keine trappelnden Schritte auf dem Fußboden. Maik Schobert steht in einem der Klassenzimmer auf einer Leiter und prüft die Lampen an der Decke. „Die Ferien sind anstrengender als der Normalbetrieb“, sagt er. Der 44-Jährige arbeitet seit fünf Jahren als Hausmeister und hält wenig von dem Bild, das manche von seinem Beruf haben. „Viele denken, wir tragen einen Kittel, harken ein bisschen Laub und das war’s“, sagt er. Doch gerade in den Ferien heißt für Hausmeister wie ihn eben nicht: „Ruhe, setzen!“ Schobert prüft in dieser Zeit die Brandmelde-, Gas- und Lüftungsanlage, klebt Fußleisten, rückt Pflanzen, Tische und Stühle zur Seite, damit Firmen Böden und Fenster reinigen können. „Die Kinder fragen mich vor den Ferien immer, ob ich wegfahre“, erzählt Schobert und lacht. Doch selbst in der Schulzeit hat er so viel zu tun, dass er sich die Arbeit im Schichtdienst mit dem Kollegen Ralf Bischoff teilt.

Eine arbeitsreiche Zeit waren die Osterferien auch für Gunnar Dühring (48), Hausmeister in der Eigenherd-Grundschule in Kleinmachnow. „Meistens verlegen wir Bauarbeiten, die Krach machen, in die Schulferien. Denn Kinder sind sehr neugierig und wollen alles sehen“, sagt er. Dühring steht auf dem Hof der Sporthalle und schippt Schnee. Bis Montag muss der Parkplatz von Eishaufen freigeräumt sein. Ganz allein ist der Hausmeister an diesem Vormittag nicht: Handwerker haben einen Teil des Schulflurs neu gefliest, im Eingangsbereich wischt der Mitarbeiter einer Reinigungsfirma den Boden. Dühring will nachmittags noch neue Filzstücke unter die Schulstühle kleben, Geländer in der Sporthalle reparieren und Türstopper anbauen. Eigentlich stört es ihn nicht, dass in den Ferien keine Kinder um ihn herumwuseln. „Schön ruhig hier“, erklärt er.

Bevor der Unterricht am Montag wieder startet, muss auch Thomas Klocke (51), Hausmeister am Oberstufenzentrum in Werder, dafür sorgen, dass alles schön neu glänzt. Eine Aufgabe ist, zu prüfen, wie externe Firmen vorankommen. „Der Laden läuft nicht ohne mich“, sagt er. Wie gut, dass es Heinzelmännchen wie ihn gibt. (Von Diana Bade)

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