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Neuer Vorstoß für die Havelspange

Brücke über den Templiner See Neuer Vorstoß für die Havelspange

Wer mit dem Auto durch Potsdam will, braucht starke Nerven. Ein dritter Übergang über die Havel könnte eine Verbesserung bringen. Das Konzept ist umstritten – und längst vom Tisch. Doch nun machen sich erneut sechs Stadtverordnete für die Havelspange am Templiner See stark.

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Die Havelspange soll als dritte Havelüberquerung für den Kraftverkehr neben der Bahnbrücke über den Templiner See geführt werden.

Quelle: Rainer Schüler

Potsdam. Sechs Stadtverordnete haben einen parteiübergreifenden Antrag zur erneuten Diskussion eines dritten Havelübergangs angekündigt. Nach dem von Carmen Clockow (Bürgerbündnis/FDP), Klaus Rietz (CDU/ANW), Peter Schultheiß (Potsdamer Demokraten/BVB), Claus Wartenberg (SPD) sowie Peter Kaminski und Ralf Jäkel (beide Linke) gemeinsam initiierten Antrag soll Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) sich dafür einsetzen, dass ein dritter Havelübergang am Templiner Damm im Bundesverkehrswegeplan bleibt.

Zwar hatte eine Stadtverordnetenmehrheit Anfang 2014 mit dem Stadtentwicklungskonzept Verkehr den „gänzlichen Verzicht“ auf eine weitere Havelbrücke für den Kfz-Verkehr beschlossen. Doch im März 2015 reanimierte eine überparteiliche Initiative das Projekt unter anderem in Reaktion auf Pläne von Baudezernent Matthias Klipp (Grüne), der die Zeppelinstraße verengen will, um den Fahrzeugverkehr zu drosseln.

Kritik an der Initiative kam zuletzt von einem Bündnis aus Bürgerinitiativen und dem Potsdamer Argus-Verein, nach deren Ansicht die Havelspange eher weiteren Verkehr anziehen würde. Sie plädieren unter anderem für eine attraktive Gestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Auch CDU-Fraktionschef (Matthias Finken) forderte jetzt mit Blick auf das Stadtentwicklungskonzept Verkehr eine Verbesserung des ÖPNV und eine Aktualisierung der zugrundeliegenden Daten. Saskia Hüneke (Grüne) erklärte am Dienstag, Finkens Vorschläge seien „auf bündnisgrüne Anträge hin längst Beschlusslage“. Der Linken-Kreisvorsitzende Sascha Krämer hingegen begrüßte, „dass sich die CDU langsam hin zu einem bedarfsgerechten und fahrscheinlosen ÖPNV bewegt“.

Von Volker Oelschläger

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