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Heftiger Streit um Regenbogenfahne

Flaggenhissung vor dem Landtag Heftiger Streit um Regenbogenfahne

Am Dienstag ist Internationaler Tag gegen Homophobie. Landtagspräsidentin und Sozialministerin wollen aus diesem Anlass vor dem Potsdamer Landtag die Regenbogenfahne hissen. Doch im Vorfeld gab es Aufregung um das Protokoll.

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Die Regenbogenfahne ist ein Zeichen der Toleranz.

Quelle: dpa

Potsdam. Das geplante Hissen der Regenbogenfahne vor dem Potsdamer Landtag am Dienstag führt zu heftigem Streit zwischen den Potsdamer Schwulenszene und dem Landtagspräsidium. Parlamentspräsidentin Britta Stark (SPD) und Sozialministerin Diana Golze (Linke) wollen zum Internationalen Tag gegen Homophobie erstmals vor dem Parlament die Flagge als Toleranzzeichen hissen. In die Vorbereitung der Veranstaltung war der Potsdamer Verein Katte e.V.einbezogen worden, er stellt die Regenbogenfahne zur Verfügung. Katte-Vorstand Carsten Bock, zudem Vize-Bundesvorsitzender des Arbeitskreises Queer bei Verdi, sollte als Vertreter der schwul-lesbischen Community reden. Am 11. Mai wurde Bock durch das Präsidialbüro wieder ausgeladen. Begründung: „Da es die erste Veranstaltung der Präsidentin des Landtages aus dem besagten Anlass ist, wird Wert darauf gelegt, dass von möglichst zentraler, übergeordneter Stelle ein Redner auftritt“, heißt es in einer Mail. Aus diesem Grund werde der Leiter der vom Sozialministerium geförderten Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans*Belange des Landes Brandenburg sprechen.

Die Schwusos sprechen von einer „Jubelveranstaltung“

„Es scheint System dahinter zu stecken: Erst lässt man den Potsdamer Verein Katte e.V. und die dortigen Ehrenamtler die Arbeit machen, und dann werden die Lorbeeren an andere verteilt“, erklärt die Vorsitzende der AG Schwusos in der SPD Potsdam und Vize-Schwuso-Landesvorsitzende Katja Knappe. Die Landesverwaltung wolle „eine szeneferne Jubelveranstaltung basteln“. Er werde die Veranstaltung boykottieren, erklärte auch der Potsdamer Ralph Zachrau, alias Aktivistin Ginnifer Hartz. Er sei enttäuscht, wie hier mit Ehrenamtler umgegangen werde. Stattdessen solle nun ein Vertreter „eines umstrittenen Vereins auftreten, der anderen Vereinen das Leben schwer“ mache. Die beiden konkurrierenden Vereine streiten um die Finanzierung.

Freitagnachmittag korrigierte der Landtag dann das Programm: Nun soll doch auch ein Vertreter von Katte sprechen, wie Parlamentssprecher Mark Weber auf MAZ-Anfrage bestätigt. Da es die erste Veranstaltung dieser Art sei, habe man die „Befindlichkeiten“ nicht voraussehen können. „Das war kein politischer Wille, sondern ein Missverständnis“, beteuert er.

Von Marion Kaufmann

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