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Potsdam Glockenspende für die Vorstadt
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01:16 16.02.2019
Pfarrer Tobias Ziemann (l.), Pfarrerin Mechthild Metzner und Hans-Martin Meckel, der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Quelle: Volker Oelschläger
Innenstadt/Potsdam-West

Mit einem Festgottesdienst und einem Frühlingsfest feiern die Mitglieder der evangelischen Heilig-Kreuz-Gemeinde und der Erlöserkirche am 12. Mai ihre Fusion. Seit mehreren Jahren vorbereitet, ist die Verschmelzung bereits zum Jahreswechsel per Vertrag vollzogen worden

In der neuen Gemeinde treffen zwei sehr unterschiedliche Traditionslinien aufeinander, die mit ihren Kitas und ihren unterschiedlichen Berührungspunkten zur Garnisonkirche allerdings auch spezielle Gemeinsamkeiten haben.

Ihren ersten gemeinsamen Auftritt hatten die fusionierten Gemeinden als Kunstmäzene mit der Unterzeichnung des Erbpachtvertrages für das Atelierhaus Scholle 51 in Potsdam-West.

Die kleinste Kirchengemeinde

Die 1949 gegründete Heilig-Kreuz-Gemeinde ist die Nachfolgerin der um 1735 formierten Zivilgemeinde der Garnisonkirche. Mit ihren rund 200 Mitgliedern war sie zuletzt eine der kleinsten Kirchengemeinden Potsdams.

Die Erlöserkirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts als zweites Gotteshaus für die schnell wachsende Gemeinde der Friedenskirche errichtet. Erst im April 1941 gründete sie sich als eigenständige Kirchengemeinde aus.

Seit 20 Jahre sind beide Gemeinden gemeinsam mit der Geltower Kirche in einem Pfarrsprengel vereint. Sie werden damit quasi über ein Büro mit zwei Pfarrern betreut.

Mechthild Metzner, die 2014 die Pfarrstelle an der Erlöserkirche übernahm, schwärmt von ihrem Arbeitsweg durch den Wald und an der Havel entlang bis zur Nachbargemeinde.

Die älteste Kita der Stadt

Tobias Ziemann kam 2017 als zweiter Pfarrer vorrangig für die Heilig-Kreuz- und die Geltower Gemeinde mit ihren rund 550 Mitgliedern aus dem Löwenberger Land nach Potsdam.

Beide Gemeinden brachten eine Kita mit langer Tradition ein. Die 1830 gegründete Heilig-Kreuz-Kita in der Kiezstraße ist die älteste in der Stadt, sagt Tobias Ziemann. Die Erlöser-Kita wurde Ende des 19. Jahrhunderts gemeinsam mit der Kirche eröffnet.

Aktuell hat die fusionierte Kirchengemeinde rund 2600 bis 2700 Mitglieder, schätzt Pfarrerin Metzner, Tendenz: steigend. Mit einem Durchschnittsalter von kaum 40 Jahren seien die Mitglieder vergleichsweise jung.

Gegen die Fusion gab es durchaus auch Vorbehalte, berichtet Hans-Martin Meckel, der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Doch die sehr viel kleinere Heilig-Kreuz-Gemeinde behalte mit ihrem Saal in der Kiezstraße nicht nur einen Teil ihrer Eigenständigkeit.

Gewimmel wie in einem Bienenstock

Mechthild Metzner schildert Situationen wie das vom Verein Musik an der Erlöserkirche ausgerichtete Vocalise-Festival, bei dem es in den Häusern am Rudolf-Tschäpe-Platz zugehe wie in einem Bienenstock. Gut, dass es dann noch die Räume an der Kiezstraße als Reserve gibt.

Die Verbindungen der fusionierten Gemeinde zur Garnisonkirche sind speziell: Die große und die mittlere Glocke der Erlöserkirche stammen von dort.

Der Wiederaufbau der Garnisonkirche war in den Gemeinden höchst umstritten, berichtet Hans-Martin Meckel. Doch Mechthild Metzner predigte in der Nagelkreuzkapelle der Gesellschaft zum Wiederaufbau bereits ebenso wie Tobias Ziemann.

Zur Gruppentaufe nach Geltow

Zu den traditionellen Höhepunkten im Pfarrsprengel gehört die alljährliche Gruppentaufe in Geltow, zu der sie in diesem Jahr am 19. Mai hinausradeln werden.

Offen ist, in welcher Form das 70. Jubiläum der Heilig-Kreuz-Gemeinde begangen wird: „Es war eine stolze Gemeinde mit einer großen Geschichte“, sagt Pfarrer Ziemann: „Womöglich feiern wir auch erst im nächsten Jahr das Jubiläum und machen deutlich, dass dieses Ende auch ein Anfang ist."

Von Volker Oelschläger

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