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Heiligabend bleiben die Läden dicht

Potsdam Heiligabend bleiben die Läden dicht

Potsdam schließt sich dem Weg zahlreicher Brandenburger Gemeinden an – am 24. Dezember werden in der Landeshauptstadt die meisten Supermärkte geschlossen bleiben. Die großen Ketten wollen ihre Mitarbeiter entlasten. Auch Onlinehändler sind an Weihnachten keine Alternative.

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Auf den letzten Drücker ein Schokopräsent für die Bescherung kaufen – in diesem Jahr dürfte das schwer fallen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die Einkäufe für das Weihnachtsessen sollten in diesem Jahr schon am 23. Dezember erledigt werden. Denn in Potsdam bleiben die meisten Supermärkte in diesem Jahr Heiligabend geschlossen. Da der 24. Dezember auf einen Sonntag fällt, dürften Geschäfte, die überwiegend Lebens- oder Genussmittel anbieten, in diesem Sonderfall laut dem brandenburgischen Ladenöffnungsgesetz von 7 bis 14 Uhr öffnen. Die meisten Supermärkte haben sich allerdings im Sinne ihrer Mitarbeiter freiwillig dazu entschlossen, zu diesem Festtag nicht zu öffnen.

So regeln andere Landkreise die Öffnungszeiten an Heiligabend – ein Überblick.

So haben die Einzelhandelsketten Aldi, Lidl und Kaufland bereits verkündet, geschlossen zu bleiben. Bei Rewe und Edeka ist die Lage etwas komplexer. Dort werden die meisten Filialen in einem Franchise-System oder von eigenständigen Kaufleuten geführt. Beide Ketten haben es daher ihren Sub-Unternehmern freigestellt, ob sie zu Weihnachten öffnen. In Potsdam werden die Edeka-Märkte allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit geschlossen bleiben. Dies sei bei einer gemeinsamen Besprechung der Filialen der Region beschlossen worden, sagte Norbert Franeck, der einen Edeka-Markt in Potsdam führt. „Unsere Mitarbeiter sollen in diesem Jahr in Ruhe ihren Weihnachtsbaum aufbauen“, sagte Franeck. „Wenn der Heiligabend schon mal auf einen Sonntag fällt, dann sollen sie den auch genießen.“

Rewe-Filialleiter stimmen sich noch ab

Auch die Rewe-Märkte stimmen gemeinsam ab, ob sie zu Heiligabend öffnen werden. Dies werde allerdings erst bei einer Konferenz in dieser Woche beschlossen, sagte eine Potsdamer Filialleiterin. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Rewe-Märkte dicht bleiben, ist allerdings groß. Das Unternehmen hat für ihre nicht im Franchise-System enthaltenen Filialen bereits entschieden, nicht zu öffnen. Auch die Penny-Märkte, die als Tochterunternehmen zum Rewe-Konzern gehören, bleiben geschlossen. Bei Real ist bisher noch keine Entscheidung gefallen, ob zu Heiligabend geöffnet werden soll. Auch bei den Netto-Märkten, die zum Edeka-Unternehmen gehören, ist bislang keine Entscheidung bekannt.

Auch das Ausweichen auf Online-Händler ist keine Option. „Wir liefern am Samstag bis 22 Uhr, am Sonntag aber nicht“, sagte Amazon-Sprecher Stephan Eichenseher dem „Tagesspiegel“. Der Onlinekonzern liefert über seinen Dienst „Amazon fresh“ unter anderem in Potsdam frische Lebensmittel aus.

Ladenöffnung zu Heiligabend

Heiligabend fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. Sollten die Geschäfte trotzdem öffnen?

Verdi ruft zum Verzicht auf

Bereits im Vorfeld hatte die Gewerkschaft Verdi dazu aufgerufen, Heiligabend auf einen Einkauf zu verzichten. „Die Einzelhandelsbeschäftigten wollen sich wie jeder andere auf das Weihnachtsfest vorbereiten und gemeinsam mit ihren Familien feiern. Wenn Heiligabend dieses Jahr ein Sonntag ist, ist die Überlegung, gerade an diesem Tag die Sonntagöffnungszeiten anwenden zu wollen, unglaublich zynisch“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Neben Supermärkten dürfen Heiligabend übrigens auch noch Weihnachtsbaumverkäufer, Kioske, Bäcker und Blumenhändler bis 14 Uhr öffnen. Weihnachtsmärkte können sogar bis 18 Uhr Besucher bedienen und zu Last-Minute-Geschenken verhelfen. Geschäfte allerdings, die keine Lebensmittel anbieten, müssen Heiligabend grundsätzlich geschlossen bleiben.

Von Ansgar Nehls

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