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Potsdam Heiß ersehnt: Die neue Orgel ist da
Lokales Potsdam Heiß ersehnt: Die neue Orgel ist da
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20:17 13.02.2017
Teile des Pfeifenwerks aus Kiefern- beziehungsweise Mahagoniholz Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Heiß ersehnt, lang erwartet: Am Montagvormittag bog ein riesiger weißer Truck auf den Alten Markt ein. Endlich einmal ein Fahrzeug, das jedes Recht hatte, hier zu stehen. Denn im Inneren des Trucks lagerte kostbare Fracht – die ersten Teile der neuen großen Orgel von St. Nikolai.

Nach dreijähriger Vorbereitungszeit in der Orgelmanufaktur von Joachim Kreienbrink in Georgsmarienhütte bei Osnabrück (Niedersachsen) ist es endlich so weit. Bis zum Sommer soll der Aufbau der Orgel abgeschlossen sein. Eingeweiht wird das Instrument dann bei einem große Festkonzert Ende September, kündigte der Gemeindekirchenratsvorsitzende Dirk Scheinemann gestern an. „Für viele Gemeindeglieder geht ein Herzenswunsch in Erfüllung“, sagte Scheinemann. Nach dem Abschluss der Sanierung des Kirchenbaus galten alle Anstrengungen einer neuen Orgel. „Irgendwie hatte man den Eindruck, dass das Herzstück fehlte“, schildert Scheinemann das Verlust-Gefühl innerhalb der Kirchengemeinde am Alten Markt.

Dirk Scheinemann, Joachim Kreienbrink, Björn O. Wiede (v.l.). Quelle: Bernd Gartenschläger

Seit der Zerstörung 1945 harrte die große Orgel auf der Empore der Nikolaikirche des Wiederaufbaues. Dank zahlreicher kleiner und großer Spenden – unter anderem von der Stiftung Preußisches Kulturerbe (SPKE) rund um den umstrittenen Vorsitzenden Max Klaar – konnten die 1,25 Millionen Euro für das Instrument und den Umbau der Empore aufgebracht werden.

Seit einigen Wochen ist die Empore bereits eingerüstet Quelle: Bernd Gartenschläger

Nun kann der Aufbau beginnen. Allerdings wird das keine Hopplahopp-Aktion, die man innerhalb weniger Tage bewerkstelligen kann. Wochen, ja Monate wird es dauern. Aber auch von den Dimensionen her ist es eine „Königin der Instrumente“ mit rund dreieinhalbtausend Pfeifen. Die größten sind mehrere Meter hoch; die kleinsten messen kaum 20 Zentimeter. Doch die Pfeifen werden erst in sechs bis acht Wochen nach Potsdam kommen. Zuerst sind das Gehäuse und der Innenbau dran.

Die Einzelteile wurden vorsichtig in die Kirche gebracht. Quelle: Bernd Gartenschläger

Für die Gemeinde war der Beginn des Aufbaus ein Meilenstein-Tag. Neben dem Gemeindekirchenratsvorsitzenden Scheinemann waren am Montag natürlich auch Nikolaikantor Björn O.Wiede und Harald Geywitz, der Vorsitzende des Fördervereins Musik an St. Nikolai, gekommen. „Nun wird der großen Schinkel-Kirche der fehlende klangliche Schlussstein gegeben“, sagte Geywitz mit sichtlicher Freude. Auch der Orgelsachverständige Andreas Kitschke schaute kurz vorbei, um die Mitarbeiter der Firma Kreienbrink zu begrüßen. Im Inneren der Kirche ist bereits seit einigen Wochen ein Gerüst für die Arbeiten an der Empore aufgebaut. Jetzt ist alles startklar für die Ankunft der stolzen Orgel.

Von Ildiko Röd

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