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Potsdam Hells Angels schweigen zu Messerattacke auf MC-Gremium-Mitglied
Lokales Potsdam Hells Angels schweigen zu Messerattacke auf MC-Gremium-Mitglied
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09:53 14.06.2013
Bewaffnete Polizisten stehen am Eingang zum Landgericht Potsdam. Quelle: dpa
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Potsdam

Einer der Angeklagten ließ über seine Verteidigerin erklären, der Tatvorwurf treffe nicht zu.

Die 29 und 23 Jahre alten Männer sollen am 25. Dezember 2011 in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) ein Mitglied des konkurrierenden Clubs „MC Gremium” mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben. Bei den Beschuldigten handelt es sich laut Anklage um Mitglieder des „Hells Angels Motorradclubs Oder-City”. Laut Anklage handelte es sich um einen Racheakt und eine Machtdemonstration.

Laut Staatsanwaltschaft haben sich die Angeklagten und weitere Rocker vor einer Disco versammelt und allein schon durch ihr geschlossenes Auftreten eine „Drohkulisse aufgebaut”. Der 29 Jahre alte Hauptangeklagte habe dann dem Opfer klargemacht: „Wer den Präsidenten beleidigt, stirbt.” Dann stach er - so der Vorwurf - zu. Das damals 26 Jahre alte Opfer erlitt zwei lebensgefährliche Stiche im Rücken.

Mit unbewegten Gesichtern verfolgten die durchtrainierten und bullig wirkenden Angeklagten das Geschehen. Alle Männer befinden sich im Gefängnis, einer verbüßt eine frühere Haftstrafe.

Die Verhandlung wird von strengen Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Nach Angaben eines Gerichtssprechers sind zunächst Termine bis zum 29. August geplant.

Die Messerattacke gilt als Auslöser für einen Angriff von Rockern auf einen unbeteiligten 16-Jährigen am Silvesterabend 2011 vor einer Diskothek in Königs Wusterhausen. Rocker hatten den Schüler angegriffen, weil sie ihn für ein Mitglied der Hells Angels gehalten hatten. Bei der Attacke wurde der Jugendliche fast zu Tode geprügelt. Dieser Fall beschäftigt derzeit das Landgericht Cottbus. Angeklagt sind vier Rocker.

Beim bislang letzten Rockerprozess vor dem Landgericht waren im Januar gegen fünf Männer aus der Brandenburger Szene wegen räuberische Erpressung und Körperverletzung Freiheitsstrafen bis zu knapp sechs Jahren verhängt worden. Vor den Toren des mit großem Polizeiaufgebot gesicherten Gerichts warteten am Tag des Urteils etwa 30 Mitglieder oder Sympathisanten der Hells Angels. (dpa,vo)

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