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Helmholtz bekommt selbstdesignten Spielplatz

Schulbauten in Potsdam Helmholtz bekommt selbstdesignten Spielplatz

Am Helmholtz-Gymnasium ist ein Spiel- und Aufenthaltsplatz übergeben worden, den die Schüler der sechsten Klassen selbst entworfen haben. Nach ihren Wünschen wurde das Equipment in Potsdam angefertigt. Das Gesamtprojekt Campus ist aber weiter im Verzug, nachdem man im historischen Haupthaus des Gymnasiums schwere Bauschäden hatte.

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Begeistert haben die Sechstklässler des Helmholtz-Gymnasiums am Freitag ihr selbst entworfenes Spielgerät übernommen.

Quelle: Christel Köster

Nauener Vorstadt . Der Sanierungsverzug am Helmholtz-Gymnasium kann nicht aufgeholt werden; ein Neubezug des Altbaus an der Kurfürstenstraße ist nicht vor dem Beginn des Schuljahres 2016/17 möglich, bekräftigte die Stadtverwaltung am Freitag. Betroffen sind 730 Helmholtz-Gymnasiasten und knapp 340 Kinder der banachbarten Eisenhart-Grundschule. Diese Schule bleibt vorerst Lernort für die Helmhöltzer und muss selbst weiter mit einem Ausweichequartier an der Ecke Gutenberg- und Hebbelstraße vorlieb nehmen.

Um so größer ist die Freude bei erfolgreichen Zwischenschritten wie der Eröffnung des neuen Klassenhauses Anfang November 2014. Am Freitag nun wurde ein zwar kleines, aber wichtiges Gestaltungselement der Helmholtz-Außenanlagen übergeben und vor allem von den Sechstklässlern ausprobiert. Sie haben den neuen Spielplatz selbst entworfen.

Das im Herbst 2014 eröffnete neue Klassenhaus des Gymnasiums enthält  18 Räume und eine Mensa

Das im Herbst 2014 eröffnete neue Klassenhaus des Gymnasiums enthält 18 Räume und eine Mensa

Quelle: Bernd Gartenschläger

Bereits zum Einzug ins Klassenhaus war eine bebaubare Fläche für ein Klettergerät vorbereitet worden. Doch dann war guter Rat teuer. Wie sollte das Gerät aussehen? Lehrer und Eltern stöberten in Katalogen und befragten die jüngsten Schüler, was ihnen am besten gefällt. Dabei entstand die Idee, sich mit einem Spielgerätebauer in Verbindung zu setzen, der die Wünsche der Kleinsten berücksichtigt. Der Potsdamer Handwerker und Sozialpädagoge Kai Meyer ist so einer: mit seiner Firma „Wildholzspiel“ war eine Sonderanfertigung umsetzbar. Einiges sollte erfüllt werden: So wollte man die „Fußbereiche“ der beiden riesigen Platanen nicht verletzen und die vorgegebene Sandfläche mit der Betonkante optimal nutzen. Die Schüler der Leistungs- und Begabungsklasse 6A entwarfen in einem Workshop Mitte September unter Anleitung von Klassenleiterin Dörte Schubert und Spielgerätebauer Kai Meyer ihre Modelle. Dabei entwickelten sie konkrete Vorstellungen, wie man klettern, balancieren und rutschen kann. Auch Sitzgelegenheiten zum ungestörten „Quatschen“ sollte es geben. Mit den Ideen ging Meyer den Gerätebau in der Werkstatt an; in den ersten beiden Oktoberwochen wurde das Objekt im Schulhof aufgebaut, wieder unter Beteiligung der kleinen „Architekten“. In vier Gruppen wurde an der Umsetzung der Ideen mitgearbeitet. Lehrer und Eltern übernahmen ehrenamtlich die Aufsicht.

Die Spielgeräte sind aus robustem Robinienholz: naturbelassen und teils rötlich gefärbt. Als ganz besondere Note erhält der Spielplatz die wachsame Helmholtz-Eule.

Das Stammhaus des Helmholtz-Gymnasiums ist noch immer eine Baustelle und wird erst zum nächsten Schuljahr fertig

Das Stammhaus des Helmholtz-Gymnasiums ist noch immer eine Baustelle und wird erst zum nächsten Schuljahr fertig.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Die baulichen Maßnahmen umfassen im Haupthaus des Helmholtz-Gymnasiums die Brandschutzertüchtigung, die Herstellung von Barrierefreiheit durch den Einbau eines Aufzugs und die Erweiterung und Unterbringung aller Fachkabinette. Für das Klassenhaus entstanden in den letzten Jahren ein viergeschossiger und barrierefreier Neubau mit 18 neuen Klassenräumen sowie einer Mensa.

Die Arbeiten am Haupthaus wurden 2013 aufgenommen und werden nach der Beseitigung unerwarteter Schadstoffe im Dach und der Wiedergutmachung schwerer Bauschäden in den Räumen darunter zum August 2016 fertiggestellt. Der Klassenhausneubau wurde von 2012 bis August 2014 errichtet und ist seit einem Schuljahr in Betrieb.

Die zweizügige Eisenhart-Grundschule gibt entsprechend dem Schulentwicklungsplan 336 Schülern Raum. Das Haupthaus wurde bereits 2012 saniert und dient derzeit als Ausweichquartier für das teils noch im Bau befindliche Helmholtz-Gymnasium. Die nunmehr fertiggestellte sogenannte „Filiale“ dient als Schul- und Hortgebäude mit einer Hortkapazität für 198 Kinder.

Mit den Sanierungsarbeiten wurde die Eisenhart-Grundschule energetisch aufgewertet sowie brandschutztechnisch ertüchtigt. Unter denkmalschutzrechtlichen Aspekten wurden Fenster und Türen aufgearbeitet und Reparaturarbeiten an Dach und Fassade ausgeführt. Heizungsanlagen, Fernwärmestation und Elektroanlagen wurden erneuert und sicherheitstechnisch aufgerüstet.

Das Gesamtbudget des Campus Kurfürstenstraße beläuft sich auf 19,3 Millionen Euro und umfasst die Bauarbeiten an dem Helmholtz-Gymnasium und der Eisenhart Grundschule. Anteilig beläuft sich das Budget für das Gymnasium mit Außenanlagen auf 14,5 Millionen Euro und der Rest entfällt auf die Eisenhartschule.

Von Rainer Schüler

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