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Potsdam Herbstzeit ist Baustellenzeit in Potsdam
Lokales Potsdam Herbstzeit ist Baustellenzeit in Potsdam
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08:46 06.11.2015
Friedrich-Engels-Straße an der MAZ-Zufahrt. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Hellwach muss man derzeit auf Potsdams Straßen sein, aber nicht, weil es so früh dunkel wird. Nach der baustellenreichen Sommerzeit kann auch im Herbst keine Entwarnung gegeben werden; es wird an 35 Stellen der Stadt eifrig weiter gebuddelt und gebaut, leider nicht überall mit Hochdruck, wie MAZ-Leser immer wieder verärgert berichten. Nicht nur lange Umwege sorgen für Ärger, auch fehlende oder zu späte Ausschilderungen. So rauschen mancherorts die Autofahrer auf ihren gewohnten Spuren bis an die Baustellen heran und müssen sich im letzten Moment einordnen. Die MAZ beleuchtet hier die schwierigsten Straßenbaustellen des Monats.

Die Amundsenstraße ist derzeit nur aus Richtung Bornim/Bornstedt in Richtung Bundesstraße 2/Neu Fahrland befahrbar. Quelle: Köster
Einbahnstraße Amundsenstraße. Quelle: Köster

Viel Frust gibt es an der Amundsenstraße, die für die Sanierung der holperigen Betonplattenpiste aus tiefsten DDR-Zeiten zur Einbahnstraße zwischen Bornim/Bornstedt und der Bundesstraße 2 geworden ist. Man kann Bornstedt und Bornim in Richtung Neu Fahrland zwar verlassen, kommt aber von Neu Fahrland aus nicht dorthin. Eine große Umfahrung steht an über die B2 (Nedlitzer Straße) und die Pappelallee. Die erst am Montag begonnene Maßnahme soll Mitte Dezember beendet sein.

Auf der Neuendorfer Straße läuft der Verkehr nur weg vom Kirchsteigfeld. Hin kommt man durch Alt Drewitz. Quelle: Köster

Gleichfalls wegen der maroden Betonplatten wird die Straße Zum Kirchsteigfeld saniert und ist zwischen Nutheschnellstraße (L40) und Sternstraße in Richtung Kirchsteigfeld halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird durch Alt Drewitz geführt. Die Straße Zum Kirchsteigfeld ist faktisch nur eine „Straße vom Kirchsteigfeld“ zur Schnellstraße, eine Staufalle bis Jahresende!

Die neue Brücke über den Sacrow-Paretzer Kanal ist längst eingeschoben, doch an den Auf- und Abfahrten gab es Bauprobleme, so dass man immer noch die Behelfsbrücke dahinter nehmen muss. Quelle: WNA

Seit Juni 2013 wird ein Ersatzneubau für die Straßenbrücke Marquardt errichtet; er sollte eigentlich schon fertig sein. Die Brücke führt die Bundestraße B273 über den Sacrow-Paretzer Kanal. Zusammen mit dem Ersatzneubau der Freybrücke im Bezirk Spandau von Berlin handelt es sich um die beiden letzten Brückenneubauvorhaben des Verkehrswegeprojektes Deutsche Einheit 17 (VDE 17) in der Region Berlin – Brandenburg. Nachdem es aufgrund verschiedener Probleme während der Bauausführung zur Bauzeitverzögerungen gekommen war, nutzt der Auftragnehmer nun die anhaltend freundliche Witterung, um mit Hochdruck am Abschluss des Bauvorhabens bis zum Jahresende 2015 zu arbeiten. Derzeit ist insbesondere der Straßenbau auf der Südrampe der neuen Brückenanlage in vollem Gange, wo auch an den Wochenenden gearbeitet wird, soweit es die Witterung zulässt. Der Bund finanziert den Ersatzneubau der Brücke und der zugehörigen bauzeitlichen Behelfsumfahrung mit rund 10,7 Millionen Euro. Die eingetretenen Bauzeitverzögerungen haben keinen Einfluss auf die Gesamtbauausgaben. Mit der neuen Brücke erfolgt auch ein wichtiger Lückenschluss in der Radwegeverbindung zwischen Potsdam und Wustermark.

Kaum Platz für Radler und Fußgänger war in den letzten Tagen und Wochen an der Straßenbahnquerung auf der Friedrich-Engels-Straße, doch am Donnerstag schloss man das Gleisbett wieder. Quelle: Köster

Von der Langen Brücke aus rollt der Verkehr mit Schwung nach links und am Bahnhof vorbei in Richtung Babelsberg, doch an der Straßenbahnquerung auf der Friedrich-Engels-Straße ist jäh Schluss. Radfahrer weichen auf den Gehweg aus; mancher musste sein Velo auch schon schultern und es an Baufahrzeugen vorbei tragen, die immer wieder mal sogar den Gehwegrest blocken. Das Reißverschlusseinfädeln auf der Straße funktioniert hier zwar leidlich, doch ein paar hundert Meter weiter hilft das nicht mehr.

Die Baustelle auf der Friedrich-Engels-Straße unmittelbar neben der MAZ-Zufahrt ist erst spät ausgeschildert. Wer auf der gesperrten Seite warten muss, sieht fast gar nicht, ob die Gegenrichtung wieder frei ist. Quelle: Köster

Kurz vor der Brücke über die Nuthe und unmittelbar an der Ein- und Ausfahrt des MAZ-Geländes ist die Friedrich-Engels-Straße zur Schnellstraße und nach Babelsberg plötzlich unterbrochen; dort staut es sich dramatisch zu Berufsverkehrszeiten. Starkstromanschlüsse für den 110-KV-Ringschluss des Energieversorgers EWP werden hier hergestellt; dazu war die andere Fahrbahn schon im Sommer gesperrt. Am 16. November soll zumindest die Baustelle am Bahnhof verschwunden sein. Die Baustelle vor der MAZ wird gerade geschlossen.

In der Hegelallee wird vor dem Werner-Alfred-Bad die Mittelinsel erneuert und dazu jeweils eine Spur der Hegelallee gesperrt. Es steht zwar weiter eine Spur pro Richtung zur Verfügung, doch im Berufsverkehr verstopft das Nadelöhr unweigerlich. Fertig sein will man damit am 21. November.

Die Humboldtbrücke ist zwar endlich fertig, doch an den Uferwegen unter ihr wird noch gebaut. Hier sind die Geh- und Radwege auf beiden Seiten voll gesperrt. Die Rampen zur Brücke sind ab nächster Woche ebenfalls dicht. Die kürzeste Umleitung verläuft über die Kreuzung Berliner Straße. Die Arbeiten dauern bis voraussichtlich Ende November.

Die Rudolf-Breitscheid-Straße ist für Leitungsarbeiten in Höhe Bendastraße voll gesperrt. Alternativ kann die Benzstraße genutzt werden. Die Baumaßnahme dauert den Planungen der Stadt zufolge ebenfalls bis Ende November.

Im Bornstedter Feld ist mit der Esplanade die mittlere der drei Ost-West-Verbindungen zwischen Bundesstraße 2 und Georg-Hermann-Allee gesperrt und die Biosphäre damit nur über Umwege erreichbar. Bauende: 27. Dezember.

Am Neuen Garten geht es einer der schlimmsten Kopfsteinpflasterstraßen an den Kragen; sie bekommt einen Asphaltüberzug Die Straße ist zwischen Großer Weinmeisterstraße und Glumestraße bis 13. November voll gesperrt. Man muss über Puschkinallee, Beyerstraße, Große Weinmeisterstraße und Glumestraße ins so genannte KGB-Städtchen fahren.

Die Landesstraße 79 als Verbindung des Industriegebietes Drewitz mit der Autobahn A115 erreicht deren Auf- und Abfahrt Drewitz in Richtung Berlin seit Dienstag nicht mehr. Umleitungen sind ausgeschildert. Ab 27. November soll alles wieder so wie früher sein.

Zwischen der Carl-von-Ossietzky- und der Hans-Sachs-Straße ist die Geschwister-Scholl-Straße wegen einer Hauslückenbebauung nur als Einbahnstraße in Richtung Charlottenhof nutzbar. Die Sperrung dauert voraussichtlich bis April 2016.

Auch die Yorckstraße ist ein Dauerärgernis, weil die Fahrtrichtung zur Friedrich-Ebert-Straße voll gesperrt ist und zu einer extrem weiten Umfahrung bis ran ans Klinikum zwingt, wenn man etwa zum Platz der Einheit oder in die Straße am Kanal und in die Nebenstraßen will . Eine Umleitung wird über Charlottenstraße und Französische Straße ausgeschildert. Die Kreuzung Friedrich-Ebert- und Charlottenstraße wird aufgrund der geänderten Verkehrsführung mobil mit einer Ampel signalisiert. Es besteht Staugefahr auf der Umleitungsstrecke.

Die Leipziger Straße ist in Höhe Speicherstadt voll gesperrt, um Ver- und Entsorgungsleitungen für die Speicherstadt zu erneuern. Eine Umleitung ist über den Brauhausberg ausgeschildert. Staugefahr im Berufsverkehr stadteinwärts auf der Umleitungsstrecke!

Gleichalls wegen Leitungsarbeiten ist die Templiner Straße punktuell halbseitig gesperrt. Aufgrund der Sperrung des Gehweges im Bereich der Leiterstraße regelt eine mobile Ampel den Verkehr im Bereich. Staugefahr im Berufsverkehr stadteinwärts! Das dauert bis 30. November.

Alle aktuellen Verkehrsinfos findet man auf www.mobil-potsdam.de.

Von Rainer Schüler

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