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Potsdam So schmeckt es in der "Kombüse No. 22"
Lokales Potsdam So schmeckt es in der "Kombüse No. 22"
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16:20 17.07.2018
Gastwirt Torsten Katt serviert saftige Kalbsrippchen mit Pommes im Biegarten Kombüse No. 22. Quelle: Martin Müller
Potsdam

Die Takelagen der Boote im Yachthafen Potsdam klappern in der leichten Brise. Die Havel plätschert vor sich hin, und nur ein paar Schleierwolken tänzeln am stahlblauen Himmel. Wir sitzen am Uferweg, fast unmittelbar am Wasser. An Bord eines Schiffes könnte man in der Kombüse nachfragen, was denn heute auf dem Speiseplan stünde. Wie schön, dass dies auch an Land möglich ist. Die Kombüse No. 22 hat ihren Namen nicht ohne Grund. Die Küche ist fast so winzig wie eine Schiffsküche, einsehbar vom „Deck“ aus, vom (Bier)Garten dieser Sommerrestauration. Da könnte man auch mit einer schnieken Restauration rechnen, doch die Kombüse ist das Gegenteil. Urig, rustikal, bodenständig, geschaffen für einen kulinarischen Boxenstopp während eines Seespaziergangs.

Die Kombüse ist auf hungrige, unkomplizierte Landgänger eingestellt. Im Grunde gibt es Fleisch, Fisch und Salat. Ersteres vor allem in Form von Würstchen – Riesen-Currywurst und Thüringer Bratwurst – und wie die Bulette wahlweise mit „Muttis“ Kartoffelsalat oder Steakhaus-Fritten. Pommes begleiten auch die Kalbsrippchen, die mit 14,50 Euro das teuerste Gericht der normalen Karte sind. Fischeintopf, Matjesfilet, Backfisch und Regenbogenforelle ergänzen den Kombüsen-Reigen.

Die Bedienung staunt

Weil die Kombüse mehr Biergarten (mit Service) als Restaurant ist, wird im Grunde auf ein Tellergericht pro Gast gesetzt. Möglicherweise noch ein Dessert, aber keine Vorspeise. So staunt der Service nicht schlecht, als wir vorweg einen Gurkensalat und eine Bulette mit Kartoffelsalat, die meine Begleitung als perfekte Ergänzung des regionalen Bieres, einer Potsdamer Stange, herausgepickt hat, bestellen. Und mit einem „als Hauptgänge bitte“ die Rippchen mit Fritten sowie die Wildbratwurst aus der Mark Brandenburg vom Lavasteingrill mit Kartoffelsalat bestellen.

Ohne Chi Chi

Ketchup aus Werder und Mayonnaise in großen Plastikflaschen stehen bereits auf unserem Bambustisch und das Ketchup-Rot tritt in Farbkonkurrenz mit der auf der Landseite untergehenden Sonne. Als der Service, nun in Form einer gut gelaunten Dame die ersten beiden Teller bringt, gibt es einen Kommentar vom Haus: „Das hatten wir auch noch nicht. Aber alles aufessen.“ Der mit Essig, Öl und Dill angemachte Gurkensalat ist ein frischer Start. Ohne Chi Chi, schlicht und ergreifend nach guter Hausfrauenart. Deftig soll der hausgemachte Fleischklops sein, ist in der Karte zu lesen. Weniger burschikos präsentiert sie sich hingegen, schön die Majorannote. Auch die Pommes sind ordentlich und verschwinden fast in Gänze im Magen des Begleiters.

Der Bäcker des Vertrauens

Kurze Pause, inzwischen ist kaum mehr ein freier Platz zu finden, und es geht mit zwei stattlichen Portionen weiter. Recht zartes, teils etwas dunkles und geschmacklich herzhaftes Rippchenfleisch, das recht leicht abzulösen ist. Die zweite Fritten-Portion ist nicht ganz so gut wie die erste, nicht ganz so kross. Aber die Begleitung tut sich auch an meinem mit Apfel, Gurke und Zwiebel gepimpten Kartoffelsalat gütlich, der jedes Grillbüffet optimieren würde. Die Bratwurst ist fest, überzeugt aber durch den Wildgeschmack. So findet ein weiteres Tabula rasa auf den Tellern statt. Die dritte Runde: ein Stück Erdbeeren-Buttermilch-Schnitte. Nicht hausgemacht verrät die immer Servicedame, sondern vom Bäcker des Vertrauens.

Das Fazit der Genussexpertin

Essen: 3,5

Trinken: 3

Service: 4

Ambiente: 4

Preis-Leistungs-Verhältnis: 4

Von Manuela Blisse

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