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Hier tobt das studentische Nachtleben

Das Pub à la Pub in Potsdam Hier tobt das studentische Nachtleben

Ehrenamt macht sexy: Seit 1994 schenken Studenten in ihrer Freizeit Bier und Spirituosen an die Gäste des studentischen Treffpunkts Pup à la Pub in Potsdam aus. Zu ihnen gehören Edwin Kielzcewski und Conny Kilpert.

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Edwin Kielzcewski und Conny Kilpert am Tresen im Pub à la Pub in der Breiten Straße.

Quelle: Maria Hutmacher

Innenstadt. Es läuft „Free Bird“ der US-Band Lynyrd Skynyrd. Edwin Kielzcewski und Conni Kilpert stehen hinter dem Tresen der Studentenkneipe, die sich unweit des Filmmuseums und der Spielbank befindet. Beide haben im Verein „SJFV Studentisches Leben“, der das Pub seit über 20 Jahren führt, wichtige Funktionen inne. Edwin Kielzcewski ist Vorsitzender, Conni Kilpert seine Stellvertreterin – mit anderen Gleichgesinnten kümmern sie sich um alle Fragen und Belange das Pub betreffend. Über ihnen und über den diversen Alkoholika, die da im Regal stehen, steht mit Kreide auf einen schwarzen Rahmen geschrieben „Ehrenamt macht sexy“. „Das ist unser Slogan“, sagen die beiden lachend.

Edwin Kielzcewski ist ein Student von 25 Jahren. Er ist schmal, trägt ein rotes T-Shirt und hat seine dunkelblonden Haare zu einem Zopf zusammengebunden. Seit elf Monaten steht er im Pub à la Pub hinter dem Tresen. Neben der ehrenamtlichen Arbeit als Barkeeper und Vorsitzender des Pub-Vereins hat er noch einen anderen Nebenjob, um sich sein Leben zu finanzieren. „Die Arbeit hier macht Spaß. Wir haben unterschiedliche Charaktere im Team. Daher ist immer etwas los und die Leute, die zu uns kommen, wissen das, was wir tun, zu schätzen. Manchmal ist es natürlich weniger spaßig, aber die Gemeinschaft, die wir haben, ist eine gute, die auch immer wieder gemeinsam etwas unternimmt.“

Tagsüber geschlossen

Tagsüber geschlossen: Die Studentenkneipe Pub à la Pub in der Breiten Straße.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Der Verein hinter dem Pub hat 40 Mitglieder

40 Mitglieder hat der Verein, der mit seiner Idee eines günstigen Studentenclubs das Potsdamer Nachtleben mitgestaltet. Ein Bier kostet hier keine drei Euro. Ideale Preise für eine magere Studentenbörse. Und wie in England wird am Tresen gegen Sofortkasse bedient. „Die meisten die zu uns kommen, sind Anfang bis Mitte 20“, sagt Edwin. Und für diese Gäste lässt sich das Team um den Studentenclub immer wieder was einfallen. „Es gab schon Lesungen, Wasser- und Tannenbaumpartys“, tragen Conni Kilpert und Edwin Kielzcewski zusammen. Erst kürzlich fand die 53-Stunden-Party statt. Ein ganzes, langes, hartes Wochenende das sich gelohnt hat. Größer und erfolgreicher, als die Vorjahresveranstaltungen selbigen Mottos soll diese gelaufen sein, sagt Edwin.

53 Stunden Party am Stück

„Den Montag danach hatten wir dann eine interne Veranstaltung“, fügt Conni Kilpert hinzu. „Nach einem Wochenende wie diesem, hat das Team dann unter sich gefeiert.“ Conni, die am liebsten Gin Fizz trinkt ist, wie auch Edwin Kielzcewski, 25 Jahre alt. Auch sie studiert und hat das Pub à la Pub in ihr Herz geschlossen. Conni Kilpert und Edwin Kielzcewski betonen, dass zum Erfolg des Pubs auch ein Herr namens Gorgs entscheidend beitrage. „Das ist unser Getränkelieferant, der diese Position ausfüllt, seit es den Pub gibt. Man kann ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen, er hilft aus und ist immer ansprechbar.“ Und er trägt dazu bei, dass der Studentenkneipe an der Breiten Straße nie die Getränke ausgehen.

Im viel zitierten und immer wieder kritisierten spärlichen Potsdamer Nachtleben spielt das Pub à la Pub eine Hauptrolle. Edwin sagt auch, dass mit Veranstaltungen wie der 53-Stunden-Party ein wichtiger Beitrag zum städtischen Leben geleistet werde. Ohne ehrenamtliche Helfer wie Edwin Kielzcewski und Conni Kilpert wäre das nicht möglich. Über ihnen leuchtet immer noch der Slogan „Ehrenamt macht sexy“.

Pub à la Pub, Breite Straße 1, täglich 20 bis 1 Uhr geöffnet

Von Maria Hutmacher

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