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Hilfe für die Nowaweser Weberstube

Stadtteilnetzwerk für Babelsberg Hilfe für die Nowaweser Weberstube

Babelsberg soll im Januar mit einer Gründungsversammlung ein eigenes Stadtteilnetzwerk bekommen. Das haben die Initiatoren Dirk Harder und Dietmar Teickner auf MAZ-Anfrage bekannt gegeben. Erstes Projekt ist eine Spendenaktion für die das Stadtteilmuseum Nowaweser Weberstube.

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Kirsti Dautzenberg und Dirk Harder vor dem Stadtteilmuseum Nowaweser Weberstube in Babelsberg.

Quelle: Foto: Friedrich Bungert

Potsdam/Babelsberg. Dirk Harder als Vorstandsmitglied des Stadtjugendrings und Dietmar Teickner, Inhaber des Lakritzkontors, wollen im Januar zur Gründungsversammlung für ein Stadtteilnetzwerk Babelsberg einladen. Ort und Zeit der Veranstaltung stehen laut Harder noch nicht fest. Aktivitäten soll es bereits vor dem Gründungsakt geben: Am Montag ist die Internetseite www.babelsberg-netzwerk.de freigeschaltet worden – mit Informationen einer ersten Spendenkampagne zur Unterstützung des Förderkreises Böhmisches Dorf und Neuendorf mit seinem Stadtteilmuseum „Nowaweser Weberstube“.

Dessen Vorsitzende Kirsti Dautzenberg hatte vor wenigen Tagen im Kulturausschuss ihre Bitte auf eine erstmalige Betriebskostenförderung durch die Stadt vorgetragen und auf MAZ-Nachfrage bekräftigt, dass anderenfalls zur Mitte 2018 das Aus des Stadtteilmuseums drohe. Benötigt würden die vom Förderkreis beantragten rund 3500 Euro Jahresförderung zur Sicherung der Weberstube und des Archivs und der Geschäftsstelle im Kulturhaus Babelsberg. Die Meldung der MAZ alarmierte Harder und Teickner, die schon seit Längerem über die Errichtung eines Netzwerks „als Pendant zum Stadtteilnetzwerk Potsdam-West“, so Harder, diskutieren.

Ziel sei es, die im Kiez aktiven Institutionen in einen engeren Kontakt miteinander zu bringen und zugleich eine Plattform für die Begegnung von Alt- und Neubabelsbergern zu schaffen. Harder als geborener Potsdamer wohnt seit zehn Jahren in Babelsberg. Er war viele Jahre Geschäftsführer des Stadtjugendrings, initiierte in dieser Funktion das bundesweit einmalige Modell eines Hauses der Jugend mit Geschäftsräumen für diverse Jugendorganisationen und -verbände in Verbindung mit einer Jugendherberge.

Später zettelte er eine Debatte um fehlende Freiräume an, die 20 Jahre nach dem Mauerfall darauf hinwies, dass es in der Stadt immer weniger Freizeit- und Entfaltungsmöglichkeiten für Jugendliche gibt. Ein Ergebnis dieser Debatte ist das 2011 eröffnete, selbstverwaltete Freiland-Jugendkulturzentrum in der Friedrich-Engels-Straße. Als eigentliche Geburtsstunde des Stadtteilnetzwerks Babelsberg schwebt Harder ein Straßenfest vor.

Kirsti Dautzenberg, in Babelsberg geboren und vor zwölf Jahren in den Kiez zurückgekehrt, begrüßt die von Teickner und Harder angeschobene Spendeninitiative. Sie hoffe zwar, dass der Antrag des Förderkreises auf Betriebskostenförderung von der Stadt bewilligt wird. Doch der Heimatverein plane neue Projekte, für die nicht nur weitere Mitstreiter, sondern auch finanzielle Unterstützung benötigt werde. Eines dieser Projekte ist die Erforschung der Fußballgeschichte von Nowawes und Babelsberg: „Wer Lust hat, Zeitzeuge ist oder Dokumente hat, kann sich gern bei uns melden“, sagt die Vorsitzende. Seinen nächsten öffentlichen Auftritt hat der Förderkreis am zweiten Adventswochenende mit einem Stand auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt in Berlin-Neukölln.

Das Stadtteilnetzwerk Potsdam-West

Das von Aktivisten wie Ulrike Bleyl und Daniel Zeller angeschobene Stadtteilnetzwerk Potsdam-West erschien erstmals im Juni 2009 mit einem „Frühstück für alle Anwohner“ in der Meistersingerstraße; „Brötchen sind gratis“, hieß es in der Einladung.

Im Dezember 2009 gab der Trägerverein des Netzwerks als „Initiator und Unterstützer von Bürgerbeteiligung“ seine Gründung bekannt. Im Januar 2010 gab es eine erste Stadtteilmesse für Vereine, Initiativen „und alle, die sich im Kiez engagieren wollen“. Inklusive war ein Marktbereich für Infostände.

Namhafte Mitstreiter und Projekte des Stadtteilnetzwerks sind die Bürgerinitiative Westkurve, das Projekt Stadtteilauto, der Verein Brandenburger Vorstadt und das Atelierhaus Scholle 51. Neben privaten Kunstzentren wie der Zeichenschule Kunstgriff 23 und dem Atelier Guelden gibt es einen Stadtteilchor und ein Erzählwerk.

Jüngstes Projekt des Stadtteilnetzwerks der Umbau des ehemaligen Ausflugsrestaurants „Charlottenhof“ zum Begegnungshaus „Scholle 34“. Im „Lebendigen Adventskalender“, der bis 24. Dezember an jedem Tag eine Kiez-Adresse vorstellt, wird die „Scholle 34“ am 12. Dezember um 17 Uhr geöffnet.

Von Volker Oelschläger

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