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Hilfestellung für die letzten Schritte im Leben

Sterben in Potsdam Hilfestellung für die letzten Schritte im Leben

In der Wilhelmgalerie in Potsdam können sich Angehörige über das Thema „Sterben in Potsdam“ informieren. An Infoständen und in einer Podiumsrunde erhalten sie von Experten Antworten auf alle Fragen.

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Noch bis heute wird in der Wilhelmgalerie darüber informiert, wie die letzte Reise vorbereitet werden kann.

Quelle: foto: fotolia

Innenstadt. Eine schwere Krankheit oder ein plötzlicher Pflegefall können unerwartet hereinbrechen und stellen Betroffene und Angehörige gleichermaßen vor schwierige Aufgaben. An wen kann man sich jetzt wenden? Wer zeigt mir alle Möglichkeiten und was muss ich beachten? Am heutigen Samstag ab 13 Uhr klärt ein Informationstag in der Wilhelmgalerie alle Fragen zu „Sterben in Potsdam“. Unter anderem sind die Potsdamer Klinikclowns, der Pflegestützpunkt Potsdam und der Hospiz- und Palliativberatungsdienst vertreten. Den Anstoß gab Doreen Chamulla, Eventorganisatorin der Wilhelmgalerie, die eine Verwandte beim Sterben begleitet und zum Teil nicht wusste wo sie ansetzen soll und sich phasenweise hilflos fühlte. Für den heutigen Samstag hat sie fast alle in Frage kommenden Auskunftsstellen der Stadt Potsdam zusammengebracht. Sie informieren gebündelt über die Optionen und Vorsorgemöglichkeiten in der Stadt. Chamulla wünscht sich, dass sich die Organisationen, Krankenhäuser, Palliativärzte und Krankenkassen noch besser vernetzen. Ihr schwebt eine Art Navigationshilfe, die einem die Orientierung erleichtert und „ein wenig die Angst nimmt“ sich zu verlaufen.

Sich gut vorbereiten

Auch wenn die erste Pflegestufe für viele Bürger noch meilenweit entfernt liegt, können die Besucher beim Informationstag die ersten Schritte in Richtung Vorsorge machen. Beginnend mit notwendigen Formularen wie einer Patientenverfügung für die Ehegatten. Daneben bekommen die Besucher Auskünfte, wie man sich im hohen Alter fit hält, über die verschiedenen Pflegestufen, wie Eltern mit einem schwerst kranken Kind geholfen werden kann oder wie sich die Suche nach einem Hospiz gestaltet. Daneben gibt es auf dem Informationsmarkt, der am Freitag eröffnet wurde, einen Stand mit Literatur – Romane, Sach- und Kinderbücher.

Wer informiert ist, „läuft man den Geschehnissen nicht mehr hinterher“, sagt Chamulla, die in dem Informationstag eine Chance sieht, laut nachzudenken und auch über Ängste, Ohnmacht und auch Wut zu sprechen. Ab 19 Uhr gibt es ein Podiumsgespräch und eine kurze Lesung . Den Publikumsfragen stellen sich Vertreter von Hospiz- und Pflegediensten, eine Palliativärztin und ein Seelsorger. Neben dem zweistündigen Gespräch haben die Zuhörer auch die Möglichkeit, ihre diskret per Postkarte zu stellen. Vorgelesen werden sie dann von Moderator Christian Petzold. Das Publikum „darf auch gern provokante Fragen stellen“, sagt Chamulla: „Schließlich müssen wir den Ärzten und anderen Organisationen vertrauen“. Um 21 Uhr läuft der Spielfilm „Am Ende ein Fest“.

Von Lisa Neumann

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