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Potsdam Zeitreise im „Wohnzimmer der Stadt“
Lokales Potsdam Zeitreise im „Wohnzimmer der Stadt“
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17:24 12.09.2018
Der Neue Markt mit Blick zum Kutschstall. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Der Neue Markt mit seinen auf Preußenkönig Friedrich II. zurück verweisenden barocken Fassaden ist nicht nur einer der schönsten Plätze Potsdams. Mit einer ganzen Reihe einschlägiger Anrainer ist er auch eines der wissenschaftlichen Zentren der Landeshauptstadt. Im Programm der Kampagne „1025 Jahre Potsdam“ laden sie am 21. September erstmals gemeinsam zu einem Blick hinter die Kulisse ein. Rathaus-Marketingchefin Sigrid Sommer erinnerte gestern bei der Vorstellung des Programms an das Potsdamer Jubiläumsjahr 1993, als mit dem neu gegründeten Einstein-Forum die erste Institution ihr Quartier bezog.

Der Neue Markt 1991. Am Kutschstall ist noch die Werbung für dien „Fruchthof Potsdam“. Quelle: Bernd Gartenschläger

Die von der Zeit geschundenen Fassaden ringsum trugen noch die Einschusslöcher des Krieges. Dem heruntergekommenen Kutschstall war nicht anzusehen, dass dort zehn Jahre später das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) mit Ausstellung „Land und Leute. Geschichten aus Brandenburg-Preußen“ eröffnen würde. Vom Kabinetthaus, in dem seit 2001 das Zentrum für Zeithistorische Forschungen seinen Sitz hat, stand 1993 nur noch die von einem Stahlgerüst gehaltene Straßenfront. Am Neuen Markt 5 klaffte eine gewaltige Baulücke.

Für Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin des HBPG, ist der Neue Markt „das Wohnzimmer der Stadt“. Sie erinnerte an Rosen- und Tangofeste auf dem Neuen Markt und erste von Jeanette Niebelschütz organisierte Ausstellungen moderner Kunst im Kutschstall. Wie in der Schiffbauergasse hätten auch hier Kunst und Kultur einen fast verlorenen Ort ins Bewusstsein der Stadt zurück geholt.

Blick vom Dach des Kutschstalls auf den Neuen Markt Mitte der 1990er Jahre. Quelle: Robert Grahn

Jedes Haus am Neuen Markt ist geschichtsträchtig. Im Haus Am Neuen Markt 8, einst die Adresse des renommierten Druck- und Verlagshauses Stichnote, eröffneten 1996 das Moses-Mendelssohn-Zentrum (MMZ) für europäisch-jüdische Studien und eine Außenstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) ihre Büros. Das MMZ wird am Freitag unter anderem seine 80 000 Bände umfassende Bibliothek vorstellen. Die BBAW informiert unter anderem über eine seit 1907 laufende wissenschaftliche Aufbereitung von mehr als 80 000 Handschriften aus dem Nachlass des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Lebniz (1646-1716), die laut BBAW-Sprecherin Ann-Christin Bohlay voraussichtlich 2055 abgeschlossen sein soll.

Am Programm beteiligtt (v.l.): Sigrid Sommer (Stadtmarketing), Anja Tack (Historikerin), Brigitte Faber-Schmidt (HBPG), Martin Schaad (Einstein-Forum) und Ann-Christin Bolay (Akademie der Wissenschaften). Quelle: Bernd Gartenschläger

Das Filmmuseum im Marstall beteiligt sich als sechste Institution. Neben Führungen auch in sonst für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Räume lockt es mit freiem Eintritt in die Ausstellungen zur Traumfabrik Babelsberg und zur Olsenbande. Eintrittsfrei sind an diesem Tag auch die Ausstellungen „Intermezzo“ und „Beiderseits der Oder“ im HBPG. Neben kostenlosen Führungen über den Neuen Markt und in den Häusern gibt es im Kutschstall Filmimpressionen vom Neuen Markt.

Hinter den Kulissen

Die erste Auflage von „Hinter den Kulissen des Neuen Marktes“ ist nach Mitteilung der Veranstalter als Test auf einen Freitagnachmittag gelegt worden. Alle sechs Häuser sind von 15 bis 20 Uhr geöffnet.

Das vollständige Programm mit ausführlichen Informationen gibt es im Internet auf https://www.potsdam.de/event/hinter-den-kulissen-des-neuen-marktes

Von Volker Oelschläger

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